Wir tauchen ein in das Judentum und Christentum

Am 27.3.17 haben wir mit den katholischen Religionskursen von Herrn Schmitz (6 d/e) und Frau Hansen (6a/d) eine Exkursion in die jüdische liberale Gemeinde Gescher LaMassoret e.V. in Köln-Riehl und in die Katholische Kirchengemeinde St. Audomar in Frechen unternommen. Im Religionsunterricht beschäftigen wir uns derzeit mit Thema „Judentum und Christentum im Dialog“.

Um 07:50 Uhr haben wir uns alle im Atrium der Schule getroffen. Als wir alle beisammen waren, gingen wir zur Bahnhaltestelle in der Nähe des Busbahnhofes. Wir mussten bis „Köln Neumarkt“ fahren. Von dort aus nahmen wir die U-Bahn und gingen den Rest (am Kölner Zoo vorbei) zu Fuß. Von außen sah das Haus der jüdischen Gemeinde nicht aus wie eine Synagoge. Sie ist sehr schlicht und ähnelt einem Reihenhaus. Früher gehörte es der evangelischen Gemeinde Köln-Riehl, die es später aufgegeben hat und der jüdischen Gemeinde übergab. Draußen empfing uns die Rabbinerin Frau Verzhbovska, die die liberale Gemeinde leitet. Die Synagoge der Gemeinde ist ein kleiner Raum. Die Rabbinerin trug eine runde Kopfbedeckung (Kippa) und einen Umhang, genannt „Tallit“. Sie erzählte uns etwas über die Tora. Die Tora ist die Heilige Schrift des Judentums. Sie enthält 365 Verbote und 248 Gebote. Sie holte sogar die Tora aus dem Toraschrank heraus, – ein besonderer Moment. Die Tora der Gemeinde ist sehr groß und darf nur zur Gebetsstunde aufgerollt werden. Die Rabbinerin hat uns deshalb etwas aus dem Gebetsbuch vorgelesen und vorgesungen. Man konnte nichts verstehen, weil der Gesang in hebräischer Sprache war. Nach einer Fragerunde hat unser Besuch in der Synagoge leider geendet.

Wir fuhren wieder zurück nach Frechen und stiegen an der Kirche St. Audomar aus. Am Pfarrhaus erwartete uns die Gemeindereferentin Frau Jusinski, die als Seelsorgerin in der Heimatgemeinde von Herrn Schmitz tätig ist. Zunächst gingen wir in die Sakristei. In diesem Nebenraum werden Dinge aufbewahrt, die für den Gottesdienst gebraucht werden. Die Sakristei dient den Priestern, Diakonen, Lektoren und Ministranten als Vorbereitungsraum, wo sie sich vor und nach dem Gottesdienst ankleiden. In einem Schrank hängen sehr viele Gewänder. Außerdem standen dort viele Bücher, z.B. Gebets- und Gesangsbücher und Messbücher. Danach gingen wir in den Kirchenraum. Dem Erbauer der Kirche war es wichtig, dass dieser mit Licht durchflutet wird. An den Seiten der Kirche ist der Leidensweg Jesus dargestellt. In der oberen Etage steht die große Orgel der Kirche. Im Kirchenraum gibt es viele Bänke. Neben dem Altar („Tisch des Brotes“) befindet sich das Lesepult, welches auch „Ambo – Tisch des Wortes“ – genannt wird. Dort wird das Wort Gottes vorgelesen. Der Altar ist komplett aus Stein und der Grenzstein zwischen Erde und Himmel. Wir berührten den Altar und stellten fest, dass der Stein sehr kühl war. Auf der oberen Platte befinden sich 5 Kreuze. Diese Kreuze stehen für die Wundmale Jesu. In der Mitte des Altars befindet sich eine weiße Platte. In dieser Platte sind Knochen von Heiligen bestattet (Reliquien). Abschließend bekamen wir am Tabernakel, wo der Leib Christi aufbewahrt wird, Weihrauchkörner, die wir in eine Schale mit glühender Kohle werfen sollten. Dabei sollten wir uns etwas wünschen oder für etwas bitten. Zu meiner großen Freude ging mein Wunsch in Erfüllung. Dieser Ausflug war insgesamt für uns alle sehr interessant und lehrreich.

Rebecca Seuren (6e)

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