Projekt „Lebendige Böden“ des Gymnasium Frechen bei Abschlussveranstaltung von „Jugend gestaltet den Strukturwandel“ ausgezeichnet!

In Kooperation mit den Quarzwerken Frechen und dem Know-How von Dr. Villajuana-Bonequi vom CEPLAS (Cluster of Excellence on Plant Sciences) der Uni-Köln erforschten Schüler:innen der Jahrgangsstufe Q1 im Schuljahr 2021/2022 den Boden im Tagebau der Quarzwerke. Ziel war es unter anderem herauszufinden, wie sich der Boden im Verlauf der Renaturierung verändert und im Allgemeinen, warum vitale Böden für uns als Lebensgrundlage so wichtig sind.

Im September 21 startete die Gruppe mit einer Exkursion in den Tagebau unter der Leitung von Biologin Britta Franzheim von den Quarzwerken. Die Schülerinnen konnten sich so vor Ort einen Eindruck vom Quarzsandabbau und den Renaturierungsmaßnahmen machen. Zudem wurden Bodenproben von unterschiedlichen Standorten gesammelt und zur späteren Messung der Bodenaktivität standardisierte Teebeutel vergraben.

Die Proben wurden mit Hilfe mobiler Labortechnik der Uni-Köln eine Woche später in der Schule auf Ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften untersucht. Drei Monate später konnten die vergrabenen Teebeutel geborgen und der Tea Bag Index ermittelt werden.

Im April 2022 konnte die Gruppe im Lumbricus Umweltbus der NUA die Beschaffenheit gewachsenen Waldbodens auf einem Grundstück der Quarzwerke erforschen. Die Schüler:innen erfuhren viel über die Makrofauna des Bodens und den Prozess der Humusbildung. [ggf. anderen Beitrag verlinken]. Die Ergebnisse dieses Tages konnten zusammen mit der NUA auf der didacta 2022 in Köln präsentiert werden.

In einem letzten Schritt durften die Schüler:innen im Juni 2022 in den Laborräumen der Universität zu Köln zu Gast sein und frisch gewonnene Bodenproben aus der Quarzgrube hinsichtlich der vorkommenden Mikroorganismen (Pilze und Bakterien) untersuchen. Die Proben wurden homogenisiert und in Suspension überführt um diese anschließend auf unterschiedliche Nährböden aufzubringen. Zwei Wochen später konnte das Wachstum von Pilzen und Bakterien auf den Platten ausgewertet werden.

Die Ergebnisse des Projekts wurden schließlich bei der Abschlussveranstaltung der Landesinitiative „Jugend gestaltet den Strukturwandel“ am 14.06.22 in Niederzier präsentiert. Unter den Augen der Leitung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, die für das Land Projekte rund um den Strukturwandel in den (bald ehemaligen) Tagebaugebieten koordiniert, legten die Schüler:innen dar, dass die Renaturierung in der Quarzgrube Frechen sehr überzeugend funktioniert! Und warum intakte Böden Grundlage  für  Artenvielfalt,  Klimaschutz und eine nachhaltige Nutzung in den Abbaugebieten des rheinischen Reviers sind. Als krönender Abschluss für das ein Jahr dauernde Projekt wurde unser Team von einer Jury  unter zwölf Mitbewerbern zu eines der vier Siegerteams erklärt und bekam für die Schule das Siegel „Wir gestalten mit!“ verliehen. Ein super Erfolg!

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