Projekt: CO2-Ampel am Gymnasium Frechen

Die Corona-Pandemie stellt eine Situation mit vielen Ungewissheiten dar.
Eine davon ist z.B., wie wir im Winter einen vertretbaren Kompromiss zwischen Lüften und erträglichen Temperaturen im Unterrichtsraum finden können. Natürlich sind warme Kleidung, über Nacht aufgewärmtes Mauerwerk und in Kälteperioden auch Decken ein Teil der Antwort. Es bleibt aber die plagende Ungewissheit, wie hoch man das Risiko einer Übertragung durch Aerosole einschätzen muss. Ähnliche Fragen beschäftigten auch Pauline aus der Q2, die mit Franzi gemeinsam ein Projekt der Hochschule Trier entdeckte, welches diesen Wissenshunger stillen könnte [https://www.hochschule-trier.de/forschung/forschungsprofil/aktuelles/detail/covid-19-aerosole-forscher-entwickeln-iot-co2-ampel]- Eine Co2-Ampel.

Mithilfe dieser Ampel kann man einen Anhaltspunkt dafür finden, wie viel ausgeatmete Luft im Raum vorhanden ist. Pauline kam vor den Herbstferien auf mich zu, um mein Interesse an einem solchen Projekt zu erfragen. Als Informatiker, der gerne mal Temperatursensoren für sein Open-Source-Smarthome selber bastelt, traf sie da auf offene Ohren. Nach kurzem Gespräch mit Frau Bold und Herrn Dietershagen wurde klar, dass mit dem zdi-Zentrum LNU Frechen Rhein-Erft ein starker Partner für die Umsetzung bereitsteht, um das Projekt wachsen zu lassen.
Über die Herbstferien wurden erste Prototypen gebaut und weiterentwickelt. Auch kamen weitere interessierte Schüler der Q1 und Q2 hinzu, so dass wir mit Pauline, Franzi, Felix, Spencer, Marc und Sandro inzwischen sechs Mitglieder haben. Im Rahmen eines Kurses haben wir die Grundlagen von Hard- und Software erörtert und konnten hier Abläufe weiterentwickeln.

Wir experimentierten mit der Reaktionszeit des Sensors, die sich nicht für ad-hoc-Veränderungen, sondern eher als stationäre Messtation eignet – für unsere Zwecke genau das, was wir brauchen. Die ersten selbst gebauten Geräte sind nun fertig, weitere in Produktion. Auch eine Uhr mit
LED-Leuchtring zur Warnung vor hohen CO2-Werten ist in Planung.
Natürlich ist damit keineswegs die Ungewissheit gänzlich besiegt, die uns alle in der Pandemie so quält. Und auch die Messgeräte haben Ungenauigkeit und es finden sich nicht immer
geeignete Aufstellorte. Aber immerhin können sie einen Anhaltspunkt liefern, der etwas mehr Licht in die Gefahren des Raumklimas bringt. Weil wir das Klima stets frisch und möglichst
aerosol-arm halten wollen, sind wir die Fresh Climate Keeper – oder um es anders zu sagen: FCK Corona 😉

Herr Bahlo

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