NRW-Ministerin besuchte unsere Mädels

Anlässlich des ersten zdi-Mädchencamps war die Wissenschaftsministerin Ina Brandes zu Gast an unserer Schule 

MINT für Mädchen – wie kann man die Angebote für junge Frauen verbessern und welche Themenbereiche sprechen diese Zielgruppe besonders an? Welche Wünsche, Anforderungen und Ideen haben die Mädels? Und warum sind manche Naturwissenschaften bei Mädchen beliebter als andere? 

Foto: © zdi.NRW

Um diese und weitere Fragestellungen drehte sich das erste zdi-Mädchen-Camp an unserer Schule: In elf Workshops diskutierten rund 140 Schülerinnen mit Aktiven aus verschiedenen zdi-Netzwerken und suchten gemeinsam nach Antworten. Als Betreiber von außerschulischen Lernorten in ganz NRW ist ihnen besonders daran gelegen, mit ihren Kursen Mädchen und junge Frauen anzusprechen. Die erarbeiteten Lösungsvorschläge konnten direkt in die Praxis umgesetzt werden – beispielsweise bei Versuchsreihen zum Thema Photosynthese oder im Rennsimulator. Wissenschaftsministerin Ina Brandes betonte, wie wichtig es aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive sei, weibliche Nachwuchskräfte für MINT-Berufe zu gewinnen. Auch Landrat Frank Rock und Bürgermeisterin Susanne Stupp hoben dies in ihren Begrüßungen hervor. 

Wissenschaftsministerium unterstützt Mädchenförderung 

Ministerin Ina Brandes, selbst viele Jahre in der Baubranche tätig, sagte: 

„Vorbilder können für die Mädchen eine entscheidende Rolle spielen: von der Schülerin über die Auszubildende bis hin zu Unternehmerinnen und Professorinnen. Sie alle können konkret zeigen, dass Frauen genau wie Männer sehr gut in den MINT-Bereich passen können. Für Mädchen und jungen Frauen bietet der Bereich große Chancen und die Gesellschaft braucht dringend mehr MINT-Nachwuchs“. 

„It’s not you. It’s MINT“ – Wie Stereotype nach wie vor unser Denken beeinflussen 

„Seid euch im Klaren darüber, dass es eine gesellschaftliche Genderprägung gibt und hinterfragt eure Meinung zu MINT-Themen ganz bewusst. Zu wissen, dass es diese Prägung gibt, kann euch dabei helfen, sie zu überwinden. Nicht ihr müsst euch ändern, sondern MINT muss ich ändern!“, so der Appell von Dr. Anneke Steegh. Die Forscherin vom Leibniz-Institut für Pädagogik in den Naturwissenschaften und der Mathematik gab in ihrer Keynote-Speech Einblicke in das Thema Genderprägung und die Wirkung von Stereotypen. Ihre Botschaft an die Schülerinnen: „Findet Verbündete und sprecht aus, was ihr möchtet – Traditionen können geändert werden“. 

Weitere Impulse lieferte das Spotlight-Gespräch, in dem sich Ministerin Ina Brandes unter anderem mit unserer Schülerin Lena Engel über die kommenden Herausforderungen in der MINT-Mädchen-Arbeit austauschten. Man war sich darüber einig, dass Mädchen und ihre Wünsche einbezogen werden müssen, damit MINT-Angebote Jungen und Mädchen gleichermaßen ansprechen. 

Direkter Austausch in Workshops 

Insgesamt elf Workshops wurden von Mitgliedern der zdi-Netzwerke aus ganz NRW angeboten, die sich im Kern um die Fragen drehten: Wie kann man aktuelle und komplexe wissenschaftliche Themen für Schülerinnen interessant aufbereiten? Wie lassen sich Hürden überwinden, die den Zugang zu MINT-Themen erschweren – und welche Naturwissenschaften sind bei Mädchen besonders gefragt? 

In Gesprächsrunden und Praxis-Workshops wurden hier mit Schülerinnen der Klassenstufen sechs und sieben sowie EF und Q1 Antworten auf diese Fragen erarbeitet. In den praktischen Teilen konnten die Schülerinnen sich ausprobieren und auf Tuchfühlung mit MINT-Themen gehen. „Hätten wir in der Schule auch schon so viel praktisch gearbeitet wie heute, hätte ich die MINT- Fächer in der Oberstufe nicht abgewählt“, betont eine Schülerin bei der Abschlusspräsentation.

Erfolgreiche Veranstaltung mit vielen neuen Impulsen

„Alles in allem ein runder und gelungener Tag für unsere Mädels“ freute sich Oliver Dietershagen, Leiter des zdi-Zentrums LNU-Frechen und MINT-Koordinator unseres Gymnasiums. „Die Anregung vieler Teilnehmerinnen und der Jungs, die gerne teilgenommen hätten, nehme ich gerne auf: Ein gemeinsamer Tag zu Berufen im MINT-Bereich wäre mit Sicherheit eine Bereicherung für unsere Schule“, so Dietershagen weiter.

Auch die Schülerinnen waren begeistert: „Es hat sehr viel Spaß gemacht und vor allem die praktischen Versuche und Übungen „zum Anfassen“ haben mein Interesse an MINT gesteigert. Es war schön zu sehen, dass sich so viele Menschen für Mädchen  und nach unseren Erfahrungen gefragt haben“. 

Bericht bei RTL

Bericht im KSTA

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Comments are closed.