Landesseminar NRW der Chemie-Olympiade

Bildnutzung mit freundlicher Genehmigung der Bayer AG

Der in Deutschland ausgerichtete Auswahlwettbewerb für das deutsche Team an der internationalen
Chemie-Olympiade startet jedes Jahr im Sommer. Zuerst musste man als Teilnehmer mehrere
Aufgaben durch Recherche zuhause bewältigen, um am 07.12.2018 die Klausur der zweiten Runde
bearbeiten zu dürfen.

Die besten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer NRWs lud man daraufhin auf das von der Bayer
Science & Education finanzierte Landesseminar NRW ein, wo zwischen dem 09.- und dem 12.02.2019
viel experimentiert, gelernt und gelacht wurde, und von dem ich im Folgenden berichten werde.

Begonnen hat das Seminar samstags mit einer Vorstellungsrunde, wo sich auch wenig überraschend
herausstellte, dass ein Großteil von uns die LK-Kombination Mathe/Chemie gewählt hatte. Am
Nachmittag stand ein kulturelles Programm an, mit einer im Rokoko-Stil gehaltenen Führung im
Farina-Haus über die Geschichte des Eau de Cologne, die historische Herstellung von Parfüm sowie
die chemischen Methoden der Duftgewinnung. Beendet wurde der Tag mit einem abschließenden
Abendessen in einem Brauhaus und dem Kegeln in der großen Gruppe.

Am folgenden Tag haben wir uns hauptsätzlich mit Vorträgen ehemaliger IChO-Teilnehmer in den
„großen drei“ Disziplinen der Chemie beschäftigt, und wurden durch die Hauptsätze der
Thermodynamik geleitet, erhielten einen Einblick in das Orbitalmodell und verschiedene Theorien
über die chemische Bindung, und wurden abends noch in die Geheimnisse der Stereochemie
eingeweiht. Gelockert wurde das straffe Tagesprogramm noch durch das durchrechnen
verschiedenster Übungen, die thematisch mit den Vorträgen verknüpft waren, sowie durch Pausen,
wo gegessen und bei vielen Spielen bis tief in die Nacht diskutiert und viel gelacht wurde.
Montags sind wir dann auch nach einer theoretischen Einheit über Methoden der Strukturaufklärung
von Molekülen nach Leverkusen in den Chempark gefahren, wo wir zuerst in Form einer Rundfahrt
diesen besichtigt haben und danach durch das Makrolon-Technikum der Covestro geführt wurden.
Weiter ging es dann in das Ausbildungszentrum der Currenta, wo wir für das Praktikum am nächsten
Tag in den Versuch eingewiesen wurden. Abends fuhren wir dann noch zum 3D-Minigolf nach Köln,
wo wir alle unsere (teilweise) vorhandenen Zielfähigkeiten austesten konnten. Wenige Stunden
später ging es dann für uns alle früh morgens los in das Labor, wo wir mit der Hilfe von
Auszubildenden den Versuch „Nitrierung von 2-Chlorbenzoesäure“ durchgeführt haben. Am Ende
des Tages kamen bei einer feierlichen Verleihung von Urkunden und Sachpreisen noch Vertreter von
Bayer, aus der Wissenschaft, sowie einige unserer Eltern und Chemie-Lehrer, um mit uns diese vier
schönen (und schlaflosen) Tage zusammen ausklingen zu lassen.

Letztendlich kann ich jedem, der Spaß an Chemie hat, die Teilnahme am Wettbewerb nur empfehlen.
Der vorerst große Arbeitsaufwand kann zwar erstmal abschreckend wirken, lohnt sich aber, da man
viele Gleichgesinnte trifft und so manche Freunde dazugewinnt, und man auch viel neues über
Chemie lernt.

Außerdem erhält jeder Teilnehmer der zweiten Runde die Möglichkeit an weiteren, eintägigen
Workshops teilzunehmen, wo man sich praktisch mit unterschiedlichen Bereichen auseinandersetzt.
Des Weiteren möchte ich mich noch bei Fr. Frindt bedanken, die meinen Berg an Aufgaben aus der
ersten Runde korrigiert hat und mich in meinem Vorhaben unterstützt hat. Außerdem möchte ich
noch dem Förderverein der Chemie-Olympiade, insbesondere Fr. Vieler, danken, die das
Landesseminar organisiert und geleitet haben, und uns so erst die Möglichkeit gegeben haben, in
den vier Tagen so viel neues zu lernen.
(Toni Weise, Q2)

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