Kreta-Austausch der Junior-Ingenieur-Akademie 2020

Erfahrungen zu sammeln, ist für Jugendliche ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung. Einblicke in andere Kulturen und Tagesabläufe sind eine gute Möglichkeit, solche Erfahrungen zu sammeln und vielleicht ja sogar neue Freundschaften zu schließen. Unser Gymnasium in Frechen bietet diese Möglichkeit in Form von verschiedenen Austauschen an. Nicht nur Siebtklässler haben die Chance, an einem Austausch mit französischen Schülern teilzunehmen, sondern auch für die Teilnehmer aus den JIA-Kursen der 9. Klasse gibt es einen Austausch mit Griechenland.

So besuchten uns auch in diesem Jahr wieder fünfzehn Schülerinnen und Schüler aus Kreta. Am Samstag, den 15. Februar war es endlich so weit: Die Schüler unserer Schule warteten ganz gespannt auf ihre Gäste, welche nun für sechs Tage bei ihnen wohnten. Gegen 14.30 Uhr erreichten die Griechen den Bahnhof in Königsdorf. Nun hatten wir den restlichen Tag Zeit, unsere Austauschpartner besser kennenzulernen und ein wenig auszuruhen, denn schon am Sonntag stand der erste Ausflug auf dem Plan.

Dieser erste Ausflug führte uns nach Köln zu einer Stadtrallye. Nachdem wir uns mit den iPads vertraut gemacht hatten, konnten wir uns ganz auf die Aufgaben der Rally fokussieren. Einige Stunden lang versuchten wir, so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. Anschließend trafen wir uns, um die Gewinner-Gruppe festzumachen. Nach der Bekanntgabe der Gewinner-Gruppe, gingen wir noch ins Gaffel Brauhaus neben dem Dom und ließen den ersten Ausflug zu einem gemütlichen Ende kommen zu lassen.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir zuerst normal den Unterricht -natürlich mit unseren Austauschpartnern zusammen – so dass diese auch mal die Möglichkeit hatten unseren Unterrichtsalltag kennenzulernen. Daraufhin begannen wir in den anschließenden Stunden mit unserem Projekt zum Thema „Plastic Recycling“. Die Einführung in unser Projekt bildeten zunächst ein Film passend zum Thema und anschließend der Besuch einer Abfallsortieranlage der Firma Remondis. Dort bekamen wir eine Führung durch die Anlage und uns wurde der Ablauf des Recyclings nähergebracht.

Am Dienstag hatten wir den ganzen Tag Zeit uns, dem Projekt zu widmen: Es wurden kleine Gruppen formiert, die sich eine Plastik Sorte aussuchen konnten und dementsprechend auch eine Form, in die das Plastik im Laufe des Tages umgeformt wurde. Unteranderem konnten wir abgeschraubte Flaschendeckel einschmelzen und in eine neue Form gießen, ebenfalls stands uns die Möglichkeit offen eigenes Bioplastik herzustellen mithilfe von Speisestärke.

Für den Abend organisierten wir ein Schulkino im Physiktrakt. Geschaut wurde, nach mehrmaligem abstimmen, schlussendlich „Star Wars“ Teil 3, welcher mit einigen mitgebrachten Snacks gemütlich angesehen wurde.

Das Projekt fand am Mittwoch leider schon ein Ende. Wir begutachteten unsere angefertigten, recycelten Figuren und schlossen ein letztes Fazit zum Thema Plastik. Für einen längeren Zeitraum, in dem wir das Projekt behandelt hätten, war keine Zeit mehr gewesen, denn am folgenden Tag, erwartete die Griechen ein wahrer Kulturschock: Weiberfastnacht.

Und somit wurde sich, natürlich im Kostüm, am nächsten Tag in den Klassen zusammengefunden und kräftig gefeiert. Wir zeigten ihnen einige Spiele, die wir traditionell jedes Jahr spielen, spielten ihnen die bekanntesten Karnevalslieder vor und versuchten ihnen einfach Karneval mit all seinen Facetten näherzubringen.

Um unseren letzten gemeinsamen Abend gebührend zu feiern, gab es am Donnerstagabend ein letztes gemeinsames Zusammentreffen in der Bowlinghalle in Hürth. Wir ließen unsere Erfahrungen der letzten Tage noch einmal Revue passieren, tauschten Erfahrungen aus und versuchten uns natürlich gegenseitig beim Bowlen zu besiegen. Nachdem sich nun auch dieser Abend dem Ende neigte, mussten wir uns langsam daran gewöhnen, für die nächste Zeit erst einmal Abschied zu nehmen. Der Gedanke, dass es nicht für immer sein würde, zeigte nur bei Wenigen Wirkung. Zu groß die Trauer über das baldige Abreisen.

Und dann war er da – Der Morgen der Abreise, jetzt hieß es Abschied nehmen. Mit den gepackten Koffern am Gleis vergossen wir Tränen, lachten noch einmal über all die lustigen Momente der letzten Tage und fieberten schon jetzt auf das Wiedersehen auf Kreta hin.

Alles in allem kann ich euch nur empfehlen, an diesem Austausch teilzunehmen, falls ihr die Chance dazu habt. Man lernt viele großartige Menschen kennen, sammelt viele neue Erfahrungen und erlebt so viel. Wir freuen uns schon darauf Ende März und darauf, weitere Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln, wenn wir unsere Austauschpartner in ihrem Zuhause auf Kreta besuchen.

 

Ein Bericht von Leonie Büttgenbach, Klasse 9d

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