Arbeitskreis Digitalisierung

Die Schulkonferenz hat auf Ihrer Sitzung am 29.9.2020 die Einrichtung eines Arbeitskreises beschlossen, der die Umsetzung des neuen Medienentwicklungsplans 2020-2024 der Stadt Frechen an unserer Schule begleiten soll.

Diese Arbeitsgruppe ist paritätisch besetzt mit je drei Vertretern der Eltern, Schüler und Lehrer. Alle eint das Interesse, die Digitalisierung der Schule voran zu treiben. Die Erfahrungen mit der Pandemie, dem Lockdown im Frühjahr und aktuell der Notwendigkeit, die hier und da in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilhaben zu lassen, zeigen sehr deutlich auf, dass es erheblichen Nachhol- und Gestaltungsbedarf gibt.

Schnell hat dich der Arbeitskreis auf zwei Kernanliegen fokussiert:

1. Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler ohne ausreichende digitale Ausstattung

Durch eine in allen Klassen und Jahrgangsstufen durchgeführte Abfrage haben wir zu Beginn des Schuljahrs die Schülerinnen und Schüler identifiziert, die im Fall eines digital vermittelten Unterrichts nicht hinreichend am Unterricht teilnehmen, weil ihnen kein genügend großes Endgerät (PC, Tablet o.ä.) zur Verfügung steht.

Diesen Schülerinnen und Schülern ist in den zurückliegenden Wochen eine Schulung in kleinen Gruppen angeboten worden. Schülerinnen und Schüler der Q2 haben sie in die Handhabung der vom Förderverein gesponsorten Tablets eingewiesen und mit ihnen alle Schritte trainiert, die erforderlich werden könnten, wenn sie alleine zu Hause am digital vermittelten Unterricht teilnehmen sollen.

Dieses Projekt ist mittlerweile abgeschlossen, und falls es zu einem erneuten Lockdown oder zur Quarantäne der betreffenden Schülerinnen und Schüler kommen sollte, sind sie nun gut darauf vorbereitet. In diesem Fall werden ihnen die Geräte des Fördervereins leihweise mit nach Hause gegeben.

2. Erweiterung der Breitbandanbindung

Die ersten Versuche, einzelne Schülerinnen und Schüler, die sich zu Hause in Quarantäne befinden, in den Unterricht per Videokonferenz einzubinden, haben uns noch einmal sehr drastisch vor Augen geführt, dass die extrem schmale Internetanbindung der Schule (100mBit/s) so gut wie nichts zulässt. Diese Einbeziehung von wenigen Schülerinnen und Schülern einer 5.Klasse hat alle anderen Zugänge zum Internet verhindert, was z.B. bedeutet, dass ein Oberstufenkurs in Informatik nicht mit seinem Online-Lehrwerk arbeiten konnte.

Wenn von fünfzig parallel unterrichteten Lerngruppen nur eine ins Internet gehen kann, ist überdeutlich, dass die Internetanbindung das Nadelöhr ist, das über Erfolg oder Misserfolg der Umsetzung des MEP entscheidet.

Für das Gymnasium sind Mittel im Umfang von 30.000€ bereitgestellt worden, um die digitale Ausstattung zu verbessern. Wir freuen uns, mit diesen Mitteln die Arbeit im Unterricht auf wesentlich breitere und abwechslungsreichere Füße stellen zu können. Diese Anschaffungen sind aber auch erforderlich, um die mittlerweile verpflichtend in die Lehrpläne aufgenommenen Kompetenzziele im digitalen Bereich erreichen zu können.

Damit die neu in die Schule kommende Hardware auch sinnvoll zum Einsatz kommen kann, ist es unabdingbar, die Internetanbindung erheblich zu verbessern, und zwar jetzt und nicht gegen Ende der Laufzeit des MEP. Dafür setzt sich der Arbeitskreis ein und sucht diesbezüglich das Gespräch mit dem Schulträger. Für Januar 2021 ist ein erster Gesprächstermin vereinbart.

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