Ab ins Bad! – Ausflug in die Römerthermen Zülpich

Am 10. Mai des Jahres 2019 n. Chr. machten die Schulklassen 6c und 6d eine Exkursion ins Römerthermenmuseum Zülpich. Da das Museum extra für uns früher öffnete, konnten wir uns dort einen besonders genauen Einblick in die Römerzeit verschaffen.

Die Thermenanlage war um ca. 250 n. Chr. ein beliebter Treffpunkt für viele Römer und Römerinnen. Dort traf man sich auch zum Handeln, also z.B. um Verträge zu schließen, was komischerweise häufig beim gemeinsamen Toilettengang geschah. (Daher kommt übrigens der Ausdruck „sein Geschäft verrichten.“)

Das Abwasser leitete man dort direkt in einen nahegelegenen Bach. Die riesige Eingangshalle der Therme wurde zumeist als eine Art Fitnessraum – etwa zum Ringen und Kämpfen – genutzt oder als Umkleidekabine. Männer und Frauen badeten damals übrigens zu unterschiedlichen Badezeiten: vormittags die Frauen und Kinder, wenn das Wasser noch frisch und sauber war; nachmittags dann die Männer…

Es gab drei Baderäume: das Kalt-, Warm- und Hitzbad. Das Warm- und Hitzbad wurden mit einer Art Fußbodenheizung beheizt. Der Rauch eines kleinen Feuers, über dem auch Essen gekocht wurde, beheizte die beiden Räume. Im Hitzbad wurde dadurch der Boden so heiß, dass man Sandalen tragen musste, um sich nicht die Füße zu verbrennen! Man badete übrigens nackt.

Im Übrigen nahmen die beiden Klassen an einem Workshop teil, bei dem sie als Erinnerung für zuhause ihre eigenen Wachstafeln (tabulae) bastelten. Wachstafeln nutzte man in der Römerzeit, um Dinge schnell zu notieren. Hierzu ritzte man die Zeichen mit einem kleinen Griffel (stilus) in das Wachs und wenn man etwas Neues aufschreiben wollte, musste man nur neues Wachs schmelzen und die Tafeln wieder auffüllen. Ganz schön praktisch!

Fazit: Diese Exkursion war spannend, sehr lehrreich und interessant, weshalb das Thermenmuseum für Menschen aller Altersklassen ein lohnenswertes Ausflugsziel ist!

Jonathan Schmitz, 6c

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