Woche der Weltreligionen

FotokleinDie Praktische Philosophie-Kurse der neunten Klasse haben während der religiösen Besinnungsfahrt der Religionskurse eine Projektwoche zum Thema Weltreligionen durchgeführt, die von Frau Gottschalk und Herrn Langauer betreut wurde.

Tag 1
Am Dienstag wurden erst einmal alle Formalitäten erledigt und Gruppen eingeteilt, denen dann später entweder der Islam, das Judentum oder die evangelische Kirche oder die katholische Kirche zugeteilt wurden. Dann wurden innerhalb der Gruppen die Themen für die Woche festgelegt, über die nach den Weihnachtsferien referiert werden soll. Für die Besuche in verschiedenen Gemeinden stellten wir Fragen zusammen.

Tag 2
Heute sind wir nach Ehrenfeld gefahren, um eine Führung in einer Moschee zu mit zu machen und dem Vorstandsmitglied der Gemeinde Fragen zu seiner Religion zu stellen. Die Moschee ist innen recht schlicht gestaltet. Frauen beten dort getrennt von den Männern auf einem Balkon im ersten Stock. Diese Trennung von Mann und Frau wird damit erklärt, dass so niemand vom anderen Geschlecht abgelenkt wird und man sich besser auf das Gebet konzentrieren kann.

Tag 3
Die Synagoge in der Roonstraße, die wir heute besucht haben, ist mindestens doppelt so groß wie die Moschee gestern und auch innen ist alles viel prachtvoller eingerichtet. Auch hier beten Frauen und Männer getrennt, wenn auch aus anderen Gründen: Im Judentum gilt die Frau als rituell unrein, wenn sie ihre Periode hat.
Außerdem sagen Juden lieber Shoa als Holocaust zum Völkermord der Nationalsozialisten an den Juden, da Shoa eher „große Katastrophe“ oder „Unheil“ bedeutet. Holocaust war früher jedoch ein Begriff für die Brandopferung von Tieren.
Im Judentum scheint es viel mehr Ge- und Verbote als im Islam zu geben, z.B. darf man während des Schabbats nur 2000 Ellen (ca. 1000 m) weit außerhalb des Hauses gehen.

Tag 4
Wir besuchen eine katholische und eine evangelische Kirche in Frechen.
Katholische Kirche
In Sankt Maria Königin erzählt uns der Diakon etwas über die katholische Kirche und beantwortet unsere Fragen, z.B. dürfen Frauen nicht Priester werden.
Evangelische Kirche
Die evangelische Gemeinde in Frechen ist eine der ältesten nördlich der Alpen.
Hier dürfen Frauen Pfarrer oder Pastor werden und hier können sich auch Schwule und Lesben trauen lassen, wenn die Gemeinde einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.

Fazit:
Im Laufe dieser Woche haben wir viel über die verschiedenen Weltreligionen gelernt, wie sie von Gott denken, wie sie ihn verehren und was man für Regeln zu befolgen hat.
Außerdem haben wir erfahren, dass Frauen und Männer in eigentlich keiner Religion, außer der evangelischen Kirche, gleichberechtigt sind.

Elias Dichand 9c

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