Willkommensklasse am Gymnasium Frechen

Das Gymnasium Frechen hat seit Februar 2016 eine Vorbereitungsklasse eingerichtet. In ihr sind nach und nach nahezu wöchentlich Schülerinnen und Schüler aufgenommen worden. Aktuell befinden sich 23 Schülerinnen und Schüler in der Klasse, 5 Mädchen und 18 Jungen im Alter von zehn bis 16 Jahren. Teilweise sind sie unbegleitet nach Deutschland gekommen. Als Nationalitäten sind Syrisch, Afghanisch, Albanisch, Irakisch und Moldawisch vertreten.

Der Unterricht in dieser Klasse hat die zentrale Aufgabe, dass die Neuankömmlinge möglichst schnell und gut die deutsche Sprache lernen. Daher beinhaltet die Stundentafel im Wesentlichen Deutschunterricht. Er wird im Klassenverband mit zwei Lehrkräften erteilt, um auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernfortschritte differenziert eingehen können. Ferner haben wir Kleingruppen eingerichtet, in denen bis zu vier Stunden Deutschunterricht zusätzlich erteilt werden.

Über den Deutschunterricht hinaus nehmen alle Schülerinnen und Schüler am Unterricht von Regelklassen teil, die in ihrem Alter sind. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, am Alltag deutscher Jugendlicher teilzuhaben, Alltagskommunikation zu erleben und in Kontakt zu kommen. Die Teilnahme am Regelunterricht haben wir nach Möglichkeit Fächer wie Sport, Kunst oder Musik ausgewählt, außerdem haben wir dabei Vorkenntnisse (z.B. in Englisch) und individuelle Begabungen im Blick.

Wir sind sehr froh, dass wir durch die Siemens Stiftung seit einiger Zeit nun auch im Bereich der technischen/naturwissenschaftlichen Fächer mit „MINTogether“ ein Angebot gestalten können, bei dem fehlende Sprachkenntnisse kein Hindernis sind, sondern gerade umgekehrt über die Beschäftigung mit technischen Aufgaben sowohl Begeisterung und Know How für Technik entstehen kann als auch zugleich die Kenntnisse der deutschen Sprache verbessert werden können.

So hoffen wir, der Aufgabe, innerhalb von höchstens zwei Jahren unsere Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklasse möglichst optimal zu fördern, um sie anschließend in eine ihren Fähigkeiten entsprechende Schulform überweisen zu können, in der sie regulär am Unterricht teilnehmen können – denn das ist das Ziel.

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