MINT-Camp Naturwissenschaften und Technik in Istanbul

Die Moschee Sultanahmed

Als MINT-EC Schule können wir ein einzigartiges Angebot naturwissenschaftlich-technischer Camps an Forschungsstätten, Betrieben und Partnerschulen nutzen, das der Verein für Schülerinnen und Schüler der Netzwerkschulen ausrichtet. So hatte Susanne Sliwka die Möglichkeit während der Herbstferien an einem MINT-Camp in Istanbul teilzunehmen. Der folgende Bericht gibt ihre Eindrücke wieder.

Schülerinnen und Schüler, die Interesse haben, ebenfalls an einem MINT-Camp teilzunehmen, können sich bei Herrn Feltes und auf www.mint-ec.de über Themen, Ort und Termine informieren.

Mit MINT-EC an den Bosporus

von Susanne Sliwka

Blick über das abendliche Istanbul

In der letzten Woche der Herbstferien fuhr ich mit 19 anderen Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland an die MINT EC Schule Istanbul Lisesi. Dort kamen wir in Gastfamilien sowie im Internat unter. Da einige Gastschüler einen täglichen Schulweg von bis zu zwei einhalb Stunden hatten, war ich froh, im Internat untergebracht zu sein.

Jeder der fünf Tage in Istanbul war vollgepackt mit Ausflügen zu Firmen und natürlich zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Dienstags sind wir angekommen und waren erst einmal von der riesigen Stadt beeindruckt. Zudem wurden wir darauf aufmerksam gemacht, was das eigentlich für eine Schule ist, von der die türkischen Schüler kommen. Sie machen dort das deutsche Abitur und der schlechteste Schüler, den wir kennengelernt haben, hatte einen Notendurchschnitt in der 12. Klasse von 2,1. Trotzdem haben diese Elite- Schüler sehr viel mit uns unternommen, abends, nachdem wir von den Firmen kamen. Die Mädchen dort bekamen wegen uns eine Ausnahmeregelung, da sie unter der Woche eigentlich um 19 Uhr zurück im Internat sein mussten. Bei den Jungs war dies egal. Ein großer kultureller Unterschied, der uns so nicht bewusst war.

Der Gewürzbasar

Abends waren wir in einer Dachterrassenbar in irgendeiner Seitenstraße von Taksim (Istanbuls Schildergasse) was trinken. Neben etlichen türkischen Trinksprüchen und Zungenbrechern lernten wir natürlich auch wichtige Wörter wie „Danke“ und „Bitte“. Wir konnten den türkischen Schülern nur unsere Umgangssprache beibringen (Kölsch, Sächsisch,… ), da sie bereits exzellentes Hochdeutsch sprachen.

Zudem besuchten wir Siemens in dem Werk in Istanbul wo Sicherungen produziert werden Hier arbeiten viele Menschen, denn die Werkstücke werden noch per Hand zusammengesetzt anstatt durch Maschinen.

Bei Mercedes Benz Turk konnte man die Professionalität und Praxisnähe der Ausbildung erkennen, denn im Ausbildungscenter stand das Vorderteil eines Busses, an dem die Azubis den Aufbau lernen konnten.

Eine Bootstour über den Bosporus

Unsere selbstgebogenen kleinen Busse, die wir dort gemacht haben, durften wir mit zurück nach Deutschland nehmen. Neben den ganzen tollen Erinnerungen haben wir alle viele nette Leute kennengelernt, mit denen wir weiter in Kontakt bleiben.

Alles in Allem kann man sagen, dass das Camp nicht nur den Austausch von Interessen im technischen, sondern auch im kulturellen Bereich gefördert hat. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein und damit recht viel an Toleranz und Verständnis anderen gegenüber gelernt zu haben.

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