Die UN-Behindertenrechtskonvention

Die gesetzliche Grundlage für die Umsetzung von Inklusion bildet die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die seit dem 26. März 2009 auch in der Bundesrepublik Deutschland gilt. Ausgangspunkt für den (rechtsgültigen) Beschluss war die Beobachtung, dass „Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag häufig von Menschenrechtsverletzungen betroffen“ (Aktion Mensch: Die UN-Behindertenrechtskonvention – Fakten für pädagogische Fachkräfte, S. 7) sind. In Deutschland stellt sich die Situation für Menschen mit Behinderungen zwar nicht so drastisch dar, wie es in anderen Ländern der Fall ist, aber: Es reicht nicht aus, Menschen mit Behinderungen die gleichen Rechte zuzusprechen, sondern die Wahrnehmung dieser Rechte muss auch gewährleistet sein! Handlungsbedarf besteht nicht nur bei der freien Arztwahl und der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, sondern vor allem im Bereich Bildung. (vgl. Aktion Mensch: Die UN-Behindertenrechtskonvention – Fakten für pädagogische Fachkräfte, S. 25)

Mit Artikel 24 der Konvention wird daher die Anerkennung des Rechts auf Bildung von Menschen mit Behinderungen und damit auch die Umsetzung eines inklusiven Schulsystems festgeschrieben: „Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen […]“ (Art. 24,1). Ein wesentliches Ziel liegt darin, „Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen“. Um dies zu ermöglichen, gilt es, „die Gesellschaft von Anfang an so zu gestalten, dass jeder Mensch gleichberechtigt an allen Prozessen teilhaben und sie mitgestalten kann – unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter“ (Aktion Mensch: Inklusion: Schule für alle gestalten, S. 3). Auch Schülerinnen und Schüler mit Behinderung müssen in die ‚Gesellschaft der Kinder‘ eingebunden werden, damit sie gemeinsam in dieser wachsen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

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