Frechen, ein Wintermärchen

Einen unbeschreiblich schönen Tag lang begeisterte unsere Fußball-Lehrermannschaft mit großer Fairness, viel Teamgeist und einer mitreißenden sportlichen Leistung. Sie versetzte Frechen in einen wahren Freudentaumel und ließ den Traum vom Lehrercup wahr werden.

Ein Winter, der unvergesslich bleiben wird dank der Leistung der frechener Lehrermannschaft um Organisator Benny Brücken und Chef Jörg Zimmers. Das einzigartige filmische Dokument FRECHEN. EIN WINTERMÄRCHEN wird man in Kürze bei Amazon bestellen können:)

DAS TEAM: D. Feldhaus, T. Rössner, A. Loewenich, P. Jung, J.Zimmers, B. Brücken und M. Sieb

DER ORT: Sportschule Hennef

Man hatte uns schriftlich vorgewarnt. Wegen der zahlreichen Anmeldungen (32 Teams) musste eine Gruppenphase in der unbeheizten Halle auf dem Berg gespielt werden. Uns hatte es erwischt. Wir rechneten mit dem Schlimmsten. Aber es kam noch schlimmer. Gefühlte minus 10 Grad. Manche Warmduscher (u.a. Sieb) spielten mit langer Unterhose, Mütze, Schal, Handschuhen und Jacke. Die Harten (u.a. Jung) spielten in kurzer Hose und Trickot. Zu allem Überfluss mussten wir in unserer 7er Gruppe zweimal gegen jedes Team spielen, das waren dann 12 Spiele a 6 Minuten 5 gegen 5. Wir waren zu siebt beziehungsweise 6 ein halbt, da Brücken die Grippe hatte. Er konnte nur mit einer Sondergenehmigung von Zimmers spielen, in der Brücken versicherte, auch im lazarösen Zustand am darauffolgenden Montag in der Schule zu erscheinen. Der Krankenstand im Kollegium war bereits hoch. Es durfte keiner mehr ausfallen.

In Spiel eins gleich die Ernüchterung. Wir verloren 1:0. Sieb hatte direkt nach seiner Einwechslung das 1:1 auf dem Fuß. Nach tollem Pass von Feldhaus konnte Sieb den Ball zwar noch gekonnt annehmen:), der Abschluss war dann allerdings dürftig. Es konnte nur besser werden. Mit Brücken im Tor kam dann die Wende. Der halbe Mann spielte wie drei Mann. Er hielt alles. Die Reflexe des Volleyballhalbprofis waren derart gut, dass er sogar die Unhaltbaren parierte. Man konnte nur staunen. Er allein war natürlich nicht der einzig entscheidende Faktor. Wir spielten mit vier jungen frischen Referendaren Jung, Feldhaus, Rössner und Loewenich, die allesamt Topspieler sind und gewinnen wollten. Dazu die Weisheit und das Stellungsspiel der zwei Alten Zimmers und Sieb, die nach der Hinrunde eigentlich nur noch nach Hause wollten. Feldhaus, Zimmers und Sieb eröffneten den Torreigen. Jung war dann nach drei Spielen nicht mehr zu halten und schoss ein Tor nach dem anderen, dicht gefolgt von Feldhaus. Hinten organisierte Rössner die Abwehr. Nach der Hinrunde lagen wir unglücklicherweise (für ZIM/SIE) auf Rang 2, was ein Weiterkommen bedeutete. Dies änderte sich bis zum 12. Spiel nicht mehr. Wir standen im Viertelfinale und durften tatsächlich in die warmen Hallen einziehen. Lange Unterhose, Mütze, Jacke und Schal wurden abgelegt.

Es erwartete uns Brauweiler, dessen Team noch Jünger schien als unseres. Dies wurde uns dann zum Vorteil, da der junge Gegner zu ungestüm agierte und dabei die Abwehr vernachlässigte. Der Gegner drückte, wir verteidigten jedoch geschickt und erspielten mit dem ersten Konter nach wunderbarem Doppelpass Feldhaus – Sieb – Feldhaus das 1:0. Das Spiel lief weiter wie zuvor. Brauweiler im Angriff. Brücken rettete mehrere Male mit Reflexen, die man nicht für möglich halten würde, hätte man es nicht mit eigenen Augen gesehen. Die restlichen Angriffe wurden von Tobias und Zimmers geblockt. Kurz vor Schluss fiel dann sogar noch das entscheidende 2:0 durch Jung.

Das Halbfinale verlief ähnlich. Der Gegner schaffte es nicht unsere starke Abwehr zu überwinden. Es blieb beim 0:0. Im Siebenmeterschießen hatten unsere Jungen dann die besseren Nerven. Feldhaus und Jung verwandelten sicher. Da Brücken zwei Schüsse parierte spielte es auch keine Rolle mehr, dass Rössner verschoss. Die alten Weisen mussten gar nicht mehr eingreifen. Wir standen auf einmal im Finale.

Der Anblick des Gegners im Finale ließ uns staunen. Wir erwarteten junge dynamische Athleten. Wir sahen „etwas in die Jahre gekommene, nicht allzu schlanke Herren. Fünf an der Zahl. Sie hatten keinen Auswechselspieler. Allerdings waren unsere Jungen an ihrer Leistungsgrenze geraten, da sie in all den 14 Spielen für Sieb und Zimmers mitlaufen mussten. Rössner spielte alle Spiele durch. Die Wade war kurz vorm Krampf. Und so kam es, dass aller Optik zum Trotz der Gegner uns nach 2 Minuten eingeschnürt hatte. Das Spiel wäre wahrscheinlich wieder 0:0 ausgegangen, wenn da nicht dieses „Tor des Jahres“ gefallen wäre. In der 5. Minute schießt Flankengott Feldhaus den Ball aus der eigenen Hälfte hoch nach vorne auf die halb rechte Position. Bomber Jung hat nichts besseres zu tun als den Ball direkt ins Tor zu dreschen. Es war kaum zu fassen. Wir hatten es tatsächlich geschafft!

Man darf gespannt sein, wie das Team beim Turnier 13er gegen Lehrer abschneidet.

M. Sieb

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