Eine reale Reise durch den Unsinn der Traumwelt

DSC_0568Am 26. Februar war es endlich soweit. Der Zirkus Pimparello hatte endlich seinen großen Auftritt, wöchentliche Proben ein ganzes Jahr lang und alles für eine Show…

Pimparello im Land der Träume, so nannte sich das Stück, ein Stück was von Schülern und Lehrern gemeinsam erarbeitet und vorgeführt wurde. Eine Stunde Programm, welche voll war mit Akrobatik auf dem Boden, an Ringen, an Tüchern, am Trapez, am Barren oder auch auf Einrädern.

Wie beschreibt also jetzt so ein Event?

Die Stunde vor dem Einlass ist am wichtigsten. Ich war dabei und habe die Kinder gesehen, die meisten waren sehr gefasst obwohl es doch der erste Auftritt für manche war. Es wurde auf Hochtouren geschminkt, Nummern durchgesprochen und Texte geübt, aber auch die Schatten arbeiten! Wer die Schatten sind? Das sind die Leute der Technik AG. Ich als Insider kann es ja behaupten, das Leben ist nicht leicht, wenn kurz vor der Show Licht ausfällt… Aber natürlich konnten wir alles beheben.

Nun ist es also soweit, Freunde, Verwandte und Bekannte können endlich in die Turnhalle eintreten und sich die besten Plätze sichern, wie immer gibt es Stühle für die Großen, Bänke für junge und alte Teenager und ein paar Matten, für die kleinsten unter uns. Die Lichter gehen aus, der Vorhang bleibt zu und es schallt aus dem Off:

Wir begrüßen das Publikum mit einem „Pimparello“!

Natürlich nicht einfach so, man kann sich ganz schön erschrecken, wenn plötzlich 50 Leute auf einmal dasselbe Wort rufen, das funktioniert besser als jede Klingel im Theater. In der Show geht es um 2 Personen, die den allbekannten Schlafsand haben wollen, doch der wird gut bewacht. Im Laufe des Stückes werden sie alles versuchen um diesen zu bekommen. Ihre Gegenspielerin ist ein kleines träumendes Mädchen, was verhindern will das die Traumwelt nur noch schläft!

Die erste Szene beschäftigt sich mit dem Sandmännchen. Er bzw seine Helfer schippen ein wenig Schlafsand, um den Menschen etwas Knies in die Augen zu bringen. Die Helfer beschäftigen sich mit dem Bodenturnen. Nun treten unsere Fieslinge das erste Mal auf. Sie suchen den Sand und finden Vampire…

Die Vampire auftretend in schwarz, zeigen in einer Partner-Choreographie was man alles an einem Aerial-Ring machen kann, stehen, liegen, sitzen, das ganze Programm.

Der nächste Punkt ist das genaue Gegenteil, denn als nächsten bezaubern uns wunderschöne Feen, sie tragen Stäbe bei sich, die lange Bänder schwingen, wie man sie beim Tanzen verwendet. Angeknüpft an diese Fabelwesen kommen die Traumgestalten, mit einer Jonglage. Hier sind auch erstmals Teilnehmer aus der Oberstufe zu sehen. Diese Nummer hat tatsächlich alles was ein Zirkus so bieten kann. Jonglage mit Bällen, Diabolo, auf Bällen laufen, nochmal Bänder, Tücherjonglage, also die definitiv bunteste Nummer im Programm!

Ein- oder besser zweifarbig wird die nächste Szene, denn nun begegnen sich Engel und Teufel auf dem Barren. Ein Kampf entbricht, ein Mix aus Schauspielern und Akrobatik, ähnlich der Sportart Takewando, welcher für den Teufel endet.

Den nächsten Kontrast bilden die Fledermäuse in traditionellem Schwarz zu dem weißen Vertikaltuch. Hier wird sich gestreckt, gereckt und auch tatsächlich fallen gelassen! Was man nicht alles machen kann, wenn man fest verknotet ist.

Eine der letzten Nummern ist die der Einräder. 7 Mädchen und 1 Junge zeigen auf einem Rad wo man Akrobatik doch alles anwenden kann. Kreisel fahren, Wippen überqueren und sich selbst, die Heinzelmännchen, von den bösen Erbsen vom Hochrad verjagen lassen und das wichtigste, Schlafsand vergessen!

Denn hier hat einer unser Bösewichte seinen großen Auftritt, denn „Ach wie gut das niemand weiß, dass ich den Schlafsand gleich schmeiß!“ und da war der Sand schon in den falschen Händen.

Was zunächst auch nicht weiter auffällt zumindestens den Irrlichtern nicht, welchen die nächste Nummer am Trapez gehört. Funkelnd mit Neonreifen und Bändern turnen sie in der Dunkelheit ihre Figuren, die nicht alle können.

Doch die Königin der Nacht mag Auroras Lichtgestalten gar nicht und hetzt ihnen ihre Drachen auf den Hals, womit sie die letzte Einzelnummer ankündigt.

Die Drachen turnen auf höchstem Niveau, eine Figur kommt nach der nächsten und es scheint nicht enden zu wollen, doch auch die imposanteste Nummer muss ein Ende haben und so treffen sich alle aus dem Traumland zu einer Versammlung. Nur doof, dass da jemand Schlafsand geklaut hat und jetzt alle zum Einschlafen bringt.

Nur ein Jemand kann uns jetzt noch retten, ein menschlicher Jemand und diese hat ganz am Ende auch noch ihren Auftritt für sich. Mithilfe ihres magischen Steins wendet sie das Blatt und lässt alle wieder aufwachen!

Eine solide Aufführung des Zirkus Pimparello, welche mit Liebe und Inhalt gefüllt war. Dieses Jahr hat es sich gelohnt Karten zu kaufen und sollte die Leistung so bleiben, wird es sich auch in weiteren Jahren lohnen.

Als letzten Punkt bedanken wir uns auch nochmal bei allen die geholfen haben:

-Frau Walter und Herr Brücken die diese AG geleitet und alles organisiert haben

-Frau Jach die das Plakat entworfen hat

-Frau Feddern und der Firma Reprotec für den Druck

-Frau Kindermann die die Karten verkauft hat

-die Licht und Ton AG unter der Leitung von Herrn Dietershagen

-die Sanitäts AG unter der Leitung von Herrn Wunschik

-Luise Stach von Goltzheim und Marie Maurer die die Einrad Nummer einstudiert haben

Photos: Herr Sieb, Text: Katja Wegener, 9a

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