Ein Besuch im Tagebau Garzweiler

Garzweiler-AussichtsplattformIn den Tagen vom 17. bis zum 19.03. sind die 5. Klassen jeweils für einen Tag in den Tagebau Garzweiler gefahren. Darüber erzählt jetzt eine Schülerin: „Die Führung durch den Tagebau übernahm Herr Lock. Die erste Station für uns ging in den Theorie-Raum; dort gab es ein riesiges Modell des Tagebaus Garzweiler und uns wurde schon viel Interessantes erzählt.

Dann ging die Fahrt im Bus weiter. Auf der Fahrt kamen wir an drei ausgestellten Schaufeln eines Schaufelradbaggers vorbei. Wir stiegen aus und stellten fest, dass in eine von diesen Schaufeln mehr als 21 Kinder passen! Wir fuhren mit dem Bus bis zu einer Schranke weiter. Dort stieg Herr Lock aus und sprach mit dem Sicherheitsdienst, damit wir durch kamen. Nach weiteren fünf Minuten Fahrt kamen wir an einem Zug vorbei und Herr Lock erklärte uns, dass mit diesem Zug die Braunkohle transportiert wird. An einem Zug hängen insgesamt 14 Waggons. Der Zugführer weiß beim Starten noch nicht, wo er hinfahren wird (z.B. zum Kraftwerk); erst die Signale leiten ihn dahin, wo gerade Bedarf ist. Die Waggons werden von einer Maschine gefüllt. Dieses Befüllen braucht pro Waggon etwa eine Minute. Das heißt, dass ein Zug in 14 bis 15 Minuten randvoll gefüllt ist. Herr Lock hatte hier ein kleines Rätsel für uns: „Wie lange braucht ein Kraftwerk, um 100 Tonnen Kohle zu verbrennen?“ Und er sagte uns die Lösung: Für 100 Tonnen braucht ein Braunkohlekraftwerk drei Minuten!!!

Wir fuhren dann zu einem Aussichtspunkt, an dem man sich das riesige „Loch“, den Tagebau, angucken konnte. Auf der Fahrt erfuhren wir noch, dass der größte Bagger in Garzweiler 96 Meter hoch und 240 Meter lang ist und nur von vier Personen gesteuert wird. Eine Schaufel kostet 26.000 Euro und muss alle 2,5 Jahre ausgewechselt werden. Es gibt 18 Schaufeln pro Baggerrad und in eine Schaufel passen 6,6m³.

Auf dem Weg erfuhren wir noch mehr über den Tagebau, z.B.: Wenn ein Tagebau vergrößert wird und ganze Dörfer umgesiedelt werden müssen, zahlt dies der Stromerzeuger, also die RWE. Oder wir lernten, dass es so genannte „Wasserduschen“ gibt, um die Staubbildung so viel wie möglich zu reduzieren. Wir erfuhren, dass Braunkohle schwer und feucht ist und teilweise einen Wassergehalt von 60% hat.

Auf dem Rückweg kamen wir an Fließbändern vorbei, die die Braunkohle zu den Maschinen befördert, an denen die Braunkohle in Waggons gefüllt wird. Diese Bänder haben eine Gesamtlänge von 100km und können bis zu 27km/h schnell werden – schneller, als wir mit dem Fahrrad fahren!Nachdem wir uns bedankt und mit viel Applaus von Herrn Lock verabschiedet hatten, fuhren wir wieder zurück zur Schule.“

Ein anstrengender aber auch interessanter Ausflug in den Tagebau ging zu Ende.

Ein Bericht von Rebecca Furmann, Klasse 5a

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