Comeniusauftakt in Frechen

Insgesamt 19 Lehrerinnen und Lehrer aus Bulgarien, Griechenland, Lettland Italien, Polen und Spanien waren für drei Tage zu Gast in Frechen. Auf Einladung von RWE-Power besuchten die Gäste aus 6 europäischen Schulen den Tagebau Garzweiler und das Kraftwerk Niederaussem. Das Frechener Gymnasium koordiniert ein neues Comenius Schulpartnerschaftsprojekt bei dem in den nächsten zwei Jahren Lehrer und Schüler gemeinsam an dem Thema „Culture, Climate and Nature – the responsibility for our European Future“ zusammen arbeiten.Auf dem Startup Treffen ging es darum, sich zunächst einmal kennenzulernen und gemeinsam den Verlauf des Projektes zu konkretisieren. Vorangegangen war eine etwa einjährige Vorbereitungzeit zur Beantragung von Projektmitteln. Der Besuch des Braunkohleabbaus und eines Kraftwerks mit fachkundiger Führung in englischer Sprache war ein starker Einstieg, der den Teilnehmern die Dimensionen des Ressourcenverbrauchs zur Energienutzung eindrucksvoll verdeutlichte.

Das Thema „Kultur, Klima und Natur„ eignet sich in besonderer Weise fachübergreifend sowohl natur- als auch geisteswissenschaftliche Aspekte zu behandeln wie z. B. Untersuchung/Betrachtung von Landschaften und deren Abhängigkeit vom Klima (aktuelle und historische Aspekte) Erheben und Vergleichen von Klimadaten Klima- und Umweltschutz, Umgang mit Energie, Rohstoffen und Wasser Klimawandel als globaler Tatbestand Einfluss des Klimas auf Lebensweisen, Kunst und Kultur in unterschiedlichen Ländern Verantwortung des Menschen für den Umgang mit der Natur Die Kunst stellt im Projekt eine wichtige Brücke dar, welche die geisteswissenschaftliche und die naturwissenschaftliche Herangehensweise verbindet. Das Symbol eines Baumes soll gemeinsam von allen gestaltet werden und das Projekt über zwei Jahre begleiten. In gleicher Weise soll ein Photowettbewerb zum Thema „Kultur, Klima und Natur“ mit Ausstellungen an den Schulen und einer Siegerehrung zum Abschluss die Schülerinnen und Schüler in ihrer Kreativität fördern.

Bei der Arbeit im Projekt werden interessierte Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen angeleitet, sich im regulären Unterricht und auch in AGs mit den o. g. Themenschwerpunkten auseinanderzusetzen. Hier haben sie die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse fächerübergreifend zu vertiefen, zu reflektieren und kritisch dazu Stellung zu beziehen. Ein wichtiges Ziel ist dabei auch der Einsatz moderner Medien und die Anwendung von ICT-Tools.

Von besonderer Bedeutung sind der multilaterale Austausch mit den Mitschülerinnen und Mitschülern anderer Länder, das Kennenlernen unterschiedlicher Lebenswelten und das damit verbundene interkulturelle Lernen. Die Lernenden erweitern so ihre sozialen, inhaltlichen und kreativen Kompetenzen. Die Besuche in den Partnerländern werden sorgfältig vorbereitet, d. h. Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer arbeiten bereits im Vorhinein an den jeweiligen Themenschwerpunkten. Bei den Treffen wird die Arbeit in multinationalen Schülergruppen fortgesetzt. Lehrerinnen und Lehrer beraten die Arbeitsgruppen und begleiten die Schüleraktivitäten. Am Ende eines jeden Meetings präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse mit Hilfe unterschiedlicher Medien: Powerpoint, Videos, Fotos (Fotoausstellung und – wettbewerb), Kollagen, Rollenspielen, Wandzeitungen, Broschüren etc.

Während der zweijährigen Projektarbeit soll die Partnerschaft zwischen den beteiligten Schulen gefördert und intensiviert werden. Dazu findet ein reger Informationsaustausch zwischen den Partnerschulen statt, vornehmlich per Internet (Mails und Skype). Die Kommunikation findet vorwiegend in englischer Sprache, im bilateralen Kontakt aber auch in anderen Sprachen (z. B. Spanisch, Italienisch) statt. Der jeweilige Arbeitsfortschritt wird auf einer Website dokumentiert, die federführend vom Gymnasium Frechen in Kooperation mit der Vocational School of Tourism in Samokov, Bulgarien eingerichtet und gestaltet wird.

Ziel der multilateralen Schulpartnerschaft ist es, den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu geben, ihre Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden und zu verbessern, sich mit Jugendlichen anderer Nationalitäten auszutauschen und dabei Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Behandlung des Themas „Kultur, Klima und Natur“ herauszuarbeiten und dessen gesamteuropäische Dimension zu erkennen. Das nächste Internationale Treffen, an dem dann auch Schüler teilnehmen, findet Anfang Dezember auf Kreta statt.

Paul Feltes StD
Projektkoordination

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