Braunkohle, Bagger & Co: Alle 5er besichtigten den Tagebau

bk-1 (1)Von den Garzweiler-Exkursionen berichten vier Schüler aus zwei Klassen:

Wir haben am Montag den Tagebau des Unternehmens RWE in Garzweiler besucht. Den Tagebau haben wir zuerst in einem Modell gesehen. In einem Glastisch waren die Schaufelradbagger, das Abbaugebiet und die rekultivierte (erneuerte) Landschaft nachgebaut.

Was macht eigentlich RWE? RWE erzeugt Strom aus Braunkohle, die hier abgebaut wird. Das Braunkohlerevier ist so groß wie das Saarland oder Luxemburg. Riesige Bagger – die größten der Welt – fördern Tag und Nacht Braunkohle. Bis zum Jahr 2045 muss hier die Braunkohle gefördert sein, weil die Genehmigung dann abgelaufen sein wird.

Was passiert mit der Landschaft, wenn die Braunkohle abgebaut wurde? Dann werden aus den Löchern meistens Seen, Wälder oder Felder entstehen. Das Wasser für die Seen wird dann aus dem Rhein entnommen.

Was passierte mit den Dörfern, die über der Braunkohle waren? 35.000 Menschen mussten schon ihre Heimat verlassen, weil der Tagebau sie erreicht hatte.

Paul & Niels, Klasse 5E

bk-2 (1)Im Informationszentrum haben wir viel über das Thema Braunkohle erfahren: Aus Pflanzen, die abstarben und zerdrückt wurden, entstand vor vielen Jahrtausenden Braunkohle. Auf der ganzen Erde gibt es Tagebaue, wo Braunkohle abgebaut wird. In Afrika wurden die Pflanzen noch viel länger in der Erde zerdrückt und dadurch entstanden Diamanten. Der größte Teil der Braunkohle lagert in Europa, davon das meiste in Deutschland.

Braunkohle wird gewonnen und Strom und Wärme zu produzieren. Es gibt drei Tagebaue im Rheinischen Braunkohlerevier, wo die Arbeiter rund um die Uhr arbeiten (Schichtbetrieb). Man kann dort ab 16 Jahren eine Ausbildung machen. Es werden dort 22 Berufe ausgebildet. Aus Braunkohle werden Briketts, Koks und Braunkohlenstaub, der gut verbrennbar ist, hergestellt. Um Braunkohle aus der Erde zu holen, muss der Betrieb schon viele Jahre vorher einen Antrag stellen. Zehn Jahre wird dann überlegt, ob der Antrag genehmigt wird. Nach einer Genehmigung müssen die Bewohner, die „auf der Kohle“ leben, umgesiedelt werden, die RWE bezahlen muss. Mit Sand und Kies muss der Tagebau nach der Auskohlung wieder zugeschüttet werden. Ein Tagebau ist terrassenförmig aufgebaut. Der kleinste Bagger im Tagebau Garzweiler ist „nur“ 125 m lang. Der größte misst eine Höhe von knapp 100 m und eine Länge von fast 300 m! Dieser kostet etwa 100 Millionen Euro und hat 150 Motoren!

Uns allen hat die Exkursion sehr gut gefallen und würden gerne wieder dorthin fahren.

Hannah & Lucie, Klasse 5A

 

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