AETAS Kunstausstellung des Projektkurses Kunst 10.06.-19.06.2016

Image 19.03.16 at 12.20„Aetas“, den lateinischen Begriff für Zeitalter, Lebensalter, Alter, Zeit haben die Schüler und Schülerinnen vom Gymnasium Frechen ihrer Ausstellung in der St.Sebastianus-Kirche gegeben. Ein Schuljahr lang haben sie unter der Leitung von Frau Bäumer-Heedt in dem Projektkurs Kunst zu dem Oberbegriff „Zeit“ gearbeitet und dabei individuelle Schwerpunkte gesetzt.

„Zeit“ ist ein Thema, mit dem man sich in vielerlei Hinsicht auseinandersetzen kann; mit dem Zeitpunkt, der Zeitdauer oder der Zeitspanne, dem Wandel, der Begrenztheit der Zeit, der Vergänglichkeit, mit Formen der Zeitmessung oder mit der subjektiven Wahrnehmung von Zeit, um nur einzelne Aspekte zu nennen.

In einer 3-monatigen Einführungsphase haben die 16-18-jährigen Schüler und Schülerinnen Impulse erhalten und sich gedanklich und mit kleineren praktischen Übungen dem umfassenden Thema genähert. Dabei haben sie bereits verschiedene Gattungen erprobt.

Im Anschluss hat jeder einen eigenen Arbeitsschwerpunkt entwickelt und im Wesentlichen eigenständig seine Idee fortgeführt und umgesetzt. Auf diese Weise sind Arbeiten in den Bereichen Zeichnung, Malerei, Plastik, Fotografie, Film, Architektur, Buchgestaltung und Grafik entstanden, die die Auseinandersetzung mit dem Thema auf unterschiedliche Weise zeigen bzw. zur gedanklichen Auseinandersetzung des Betrachters mit dem Thema auffordern.

So hat sich Christina Paez-Malez zeichnerisch mit Fotos ihrer Oma in jungen Jahren auseinandergesetzt und sich damit beschäftigt, inwiefern sich Personen und Welt im Laufe eines Menschenlebens verändern. Lara Ramakic hingegen hat Aktuelles in den Fokus gerückt. Sie behandelt in ihrer Malerei politische Themen und stellt Fragen nach der Lebenszufriedenheit in unserer Zeit. Salina Vilaysane hat sich auf heutige Umweltprobleme konzentriert und zeigt in der Ausstellung ihre Sicht in einer plastischen Gestaltung. Mit dem Schönheitswahn und dem Bedürfnis, besonders und perfekt zu sein, hat sich Clara Kuntz beschäftigt. Sie hat dazu Schwarzweiß-Fotografien erstellt, die sie anschließend überarbeitet und partiell beklebt hat. Mit einem ähnlichen Thema hat sich auch Zemine Yildiz beschäftigt. Sie hat Schönheitsideale unterschiedlicher Zeiten miteinander verglichen und malerisch festgehalten. Giuliana Thomer bezieht den Betrachter in ihre plastischen und fotografischen Werke ein, indem sie ihn Bild und Plastik einander zuordnen lässt. Ihr geht es dabei um die differenzierte Wahrnehmung von Menschen unterschiedlicher Lebenszeit. Wie Menschen in unterschiedlichen Epochen gelebt haben und wie sie im Gegensatz dazu heute leben, hat Celina Borghard in ihren Architekturentwürfen zum Ausdruck gebracht. Stilmerkmale unterschiedlicher Epochen hat Luna Thau in einer großformatigen collageartigen Malerei aufgegriffen und sie lässt das Bild im Bild auftauchen. Justin Hommes zeigt mit seinem Film „Die sieben Todsünden“, dass es zeitlose Themen gibt, die in jeder Generation vorkommen. Annika Lorig stellt eine sechsteilige Reihe von Linoldrucken aus, die einen Lebenszyklus zeigen. Beim Durchblättern des Künstlerbuches, welches der thematische Mittelpunkt einer Installation von Janet Sahin ist, kann der Betrachter verweilen und in die Gedankenwelt einer Oberstufenschülerin eintauchen, die unterschiedliche Aspekte von Kindheit vergangener Generationen der heutigen Kindheit gegenüberstellt.

Da die Exponate überwiegend von dem Bedürfnis der Schüler und Schülerinnen getragen sind, die Erfahrungen ihres eigenen Lebens- und Zeitalters in einen Zusammenhang zu anderem Lebens- oder Zeitalter in Beziehung zu setzen, trägt die Ausstellung den Titel „AETAS“ im Gegensatz zu „Tempus“ (Zeit, Zeitpunkt, Zeitdauer). Das Gemeinsame, das die Schüler und Schülerinnen in ihren Arbeiten entdeckt haben, spiegelt sich auch in der Ausstellungsorganisation und -präsentation, die gemeinschaftlich getragen und aufeinander abgestimmt wurde.

Bei der Eröffnung am 10.06.2016 um 17.00 Uhr in der St. Sebastianus-Kirche in Frechen Königsdorf stimmen einführende Worte und eine klassische Gesangsdarbietung eines Schülerduos in die Ausstellung ein. Zu sehen ist die Ausstellung zudem an den zwei folgenden Wochenenden, am 11., 12., 18. und 19.06., jeweils um 15.00 – 18.00 Uhr.

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