Schülerwettbewerb
„explore physics 2005“ in Berlin
Die drei Schülerinnen standen seit März diesen Jahres vor dem Problem in einem maximal 30cm langem Tauchboot ein Funktionsprinzip zu entwickeln, welches das Boot nach etwa zweiminütiger Tauchphase selbstständig zum aufsteigen veranlasst – dem Physiker ist schnell klar, hier vor einem Auftriebsproblem zu stehen, welches einer eleganten und Platz sparenden Lösung bedurfte.
Um
den Leser nicht mit Einzelheiten zu verwirren, welche zum Teil auch Betriebsgeheimnis
der Entwicklungsabteilung – bestehend aus Mona Bagusche,
Lisa Zander und Astrid Fiener – ist, zunächst nur ein Beweisphoto nach der erfolgreichen
Tauchfahrt in Berlin.
Dem
interessierten Leser steht es natürlich frei, den beteiligten Schülerinnen
das eine oder andere Geheimnis zu entlocken.
Zu
dem Wettbewerb in Berlin, der vom 15.-17. Juni in der Urania in Berlin ausgetragen
wurde, erschienen insgesamt etwa 450 Schülergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet.
90 Teilnehmergruppen hatten sich für den Bau eines Tauchbootes entschieden
mit ganz unterschiedlichen Lösungsansätzen, von denen an dieser Stelle noch
ein „Fachübergreifender“ vorgestellt wird:

In
U-Booten wird der Auftrieb durch Schwimmkammern realisiert, die mit Gas gefüllt
werden und das Wasser aus ihnen herausdrücken. Das Boot wird durch die Gewichtsverringerung
zum Auftauchen gebracht. In einem 30cm großen Modell ist diese Umsetzung mit
den vielen dafür benötigten Bauelementen schwer zu realisieren. Jedoch hat
eine Schülergruppe sich der Aufspaltung von Wasser in seine zwei Gaskomponenten
(Wasserstoff, Sauerstoff) erinnert und kurzerhand eine Elektrolyse mit 9V-Batterien
ersonnen. Clevere Idee!
Trotz
gelungener Tauchfahrt und des vielen Lobes, das die Mädchengruppe für die
Ausführung des Bootes und die Präsentation während des Tauchgangs bekam, konnte
leider keiner der ersten drei Plätze erreicht werden. Mit leeren Händen kamen
sie aber nicht zurück: MP3-Player, Rucksäcke, T-Shirts etc. darf die Gruppe
Dank der vielen Sponsoren nun ihr eigen nennen und für eine kleine Berlinbesichtigung
hat die Zeit auch noch gereicht.

Als
Leiter bleibt mir noch zu sagen, dass die vielen Stunden der (nachmittäglichen)
Entwicklung und der Organisation der kleinen Berlinreise sich mehr als gelohnt
haben. Bis auf den fehlenden 1. Platz eine rundum gelungenes Schülerprojekt.
Vielen
Dank an dieser Stelle an Frau Bagusche, die mich
als Projektleiter während der Fahrt nach Berlin unterstützt hat.
Boot
steigt !!! (15° vorlastig) –
nach 1:45 Minuten.