2.
Situation der Schule und Begründung für die Einrichtung des Ganztagsbetriebes
3.
Die konzeptionelle Basis: Schulprogramm und Leitbild der Schule
4.
Arbeitsgemeinschaften im Ganztag
5.
Individuelle Förderung im Ganztag
6.
Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
7.
Zeitraster des Ganztags
8.
Betreuung in der Mittagspause und Hausaufgabenbetreuung
9.
Räumliche Voraussetzungen für das Ganztagsgymnasium in gebundener
Form
1.
Vorbemerkung
Das Gymnasium Frechen stellt den Antrag auf Einrichtung eines Ganztagsbetriebs nach dem Runderlass 12-63 Nr.2 „Ganztagsschulen in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I“ des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 31.7.2008.
Die Schulkonferenz des Gymnasiums Frechen hat am 23.4.2009
nach Vorberatung in den Gremien einstimmig beschlossen, mit dem Schuljahr
2010/11 stufenweise in den gebundenen Ganztag einzutreten. Ein Arbeitskreis,
in dem Lehrer, Schüler und Eltern mitwirkten, hat die Grundzüge des nun vorgestellten
Konzepts erarbeitet und in den Gremien vorgestellt. Die Lehrerkonferenz hat
am 27.8.2009 diesem Konzept mit einer Mehrheit von 90% zugestimmt. Die Schulkonferenz
hat am 15.9.2009 dieses Konzept einstimmig verabschiedet.
2.
Situation
der Schule und Begründung für die Einrichtung des Ganztagsbetriebes
Schulorganisatorische und gesellschaftliche Veränderungen haben die Bedingungen der Schule und die Erwartungen, die von außen an sie herangetragen werden, in den letzten Jahren maßgeblich verändert.
Mit der Einführung des Gymnasiums in acht Jahren wurde für die Schüler/innen aller Jahrgangsstufen die Anzahl der Wochenstunden in der Stundentafel erhöht. Ihr obligatorischer Unterricht reicht damit ab Jahrgangsstufe 6 mit ein bis drei Langtagen in den Nachmittag hinein. Die Erfahrung mit den Unterrichten am Nachmittag in den letzten drei Jahren hat gezeigt, dass eine einfache Ausweitung der Unterrichtsstunden des Halbtags in den Nachmittag nicht geeignet ist, nachhaltiges Lernen zu gewährleisten, sondern zu einer erheblichen zusätzlichen Belastung der Schüler/innen führt. Es kann nicht genügend berücksichtigt werden, dass erfolgreiche Lernprozesse einen Wechsel von Phasen der Instruktion und der Entspannung voraussetzen. Die Zahl der Unterrichtsfächer pro Tag ist zu hoch und erzeugt durch die häufigen Wechsel Unruhe und Stress. Damit verknüpft sind auch die Menge der Hausaufgaben und das Gewicht der Schultaschen weitere belastende Momente.
Der Gebundene Ganztagsbetrieb bietet bessere Möglichkeiten, den Schulalltag so zu gestalten, dass wirksames und entspanntes Lernen entsprechend den Erkenntnissen der modernen Lernpsychologie möglich ist. Hier können Schüler/innen bei der Bewältigung der gestiegenen Anforderungen besser unterstützt werden.
Die deutlichen Veränderungen in den Familienstrukturen, vor allem in Bezug auf die Berufstätigkeit von Eltern, hat zu einem wachsenden Bedarf an Betreuung von Kindern und Jugendlichen bis in die Sekundarstufe I hinein geführt. Eine zunehmende Zahl von Eltern will ihre Kinder in einem verlässlichen Zeitrahmen sinnvoll betreut wissen. Die Anzahl der Betreuungsplätze wurde und wird aktuell an allen Frechener Grundschulen weiter ausgebaut. Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 wurde mit dem gleichen Zweck durch Eltern des Gymnasiums der Verein „Offene Schule e.V.“ gegründet. Etwa 20 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen erhalten hier an allen Schultagen zusätzlich zu den Langtagen ein warmes Mittagessen, werden bei den Hausaufgaben betreut und nutzen ein breites und abwechslungsreiches Angebot an Spiel-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Der über die Zuschüsse hinaus verbleibende Kostenbeitrag ist für manche Eltern ein Problem. Mit Eintritt in den Gebundenen Ganztag entfallen diese Kosten.
Trotz jahrzehntelangen Bemühens ist es bisher nicht gelungen, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im bestehenden Schulsystem so zu fördern, dass sie die gleichen reellen Chancen auf qualifizierte Bildungsabschlüsse haben. In einer bewusst gestalteten gebundenen Ganztagsschule können diese Schüler/innen besser gefördert werden.
Die Schule hat über die Vermittlung von Sachkompetenz hinaus zunehmend die Aufgabe übernommen, die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Seit Januar 2008 wird in allen Klassen der Jahrgangsstufe 5 an mehreren Tagen im Halbjahr das Lions-Quest-Programm „Erwachsen werden“ durchgeführt. Mit Beginn dieses Schuljahres wird das Programm auch in den 6. Klassen fortgesetzt. Dazu wurden insgesamt mehr als 20 Lehrkräfte mit Unterstützung des Lions-Clubs ausgebildet. Der Ganztagsbetrieb bietet durch das zusätzliche Stundenvolumen die Möglichkeit, das Lions-Quest-Programm durch Einbeziehung in die Stundentafel nachhaltiger zu verankern.
Am Gymnasium Frechen gibt es traditionell ein reichhaltiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften, in denen Schüler/innen besondere Begabungen und Interessen entfalten können. Wir wollen den AGs daher einen festen Platz im Ganztag einräumen, indem die Teilnahme an einer AG Pflicht für alle Schüler/innen der Orientierungsstufe ist.
Für Schüler/innen mit Lernproblemen gibt es Förderunterricht in den schriftlichen Fächern, der von Lehrkräften in kleinen Gruppen gehalten wird. Darüber hinaus gibt es Unterstützung durch qualifizierte Schüler/innen im Programm „Schüler helfen Schülern“.
Weiter ist es für Schüler/innen jeden Tag möglich, im Anschluss an die Pflichtzeiten des Schultags unter Anleitung selbstständig zu arbeiten und ihre Hausaufgaben zu erledigen.
Mit den Organisationsstrukturen und erweiterten Ressourcen des gebundenen Ganztags können wir den oben skizzierten Anforderungen besser gerecht werden.
3.
Die
konzeptionelle Basis: Schulprogramm und Leitbild der Schule
Das Gymnasium der Stadt Frechen blickt auf einen mehrjährigen Prozess einer gezielten Schulentwicklung zurück. In den einzelnen Phasen standen dabei jeweils unterschiedlich Aspekte im Vordergrund, wie z. B. die Entwicklung eines Schulprogramms und eines Leitbildes oder das Angebot einer verlässlichen Nachmittagsbetreuung für Schüler/-innen der Stufen 5 und 6 im Rahmen des „13 plus-Programms“.
Das Leitbild der Schule: „Miteinander wachsen, für eine Schule, die gelingt“ impliziert die pädagogische Vorstellung aller am Schulleben Beteiligten – Schüler, Eltern und Lehrer – eine menschliche und lernende Schule zu schaffen, in der das schulische Miteinander von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt ist und in der Lehrer, Schüler und Eltern bereit sind, von ihren wechselseitigen Erfahrungen zu profitieren und sich gegenseitig zu neuem Denken und Handeln zu inspirieren. Als allgemeinbildende Schule nimmt das Gymnasium der Stadt Frechen den Auftrag ernst, Kindern und Jugendlichen ein breit gefächertes Allgemeinwissen und überfachliche Kompetenzen zu vermitteln, die sie angemessen auf ihre zukünftige Lebenswelt vorbereiten und sie befähigen, sich der steigenden Komplexität unserer Gesellschaft zu stellen. Dabei sollen alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so gefördert werden, dass sie verantwortungsvoll mit sich selbst, ihren Mitmenschen und ihrem Lebensraum umgehen.
Diese Grundsätze wurden in den letzten Jahren konkretisiert, erweitert und fortgeschrieben und leiten konsequent über zu den zentralen Zielen einer Ganztagsschule.
Das Schulleben am Gymnasium der Stadt Frechen ist seit vielen Jahren geprägt durch eine große Anzahl vielfältiger Aktivitäten und Programme, die zum Teil aus dem Lernalltag erwachsen, zum anderen Teil diesen ergänzen oder erweitern. Planung und Durchführung dieser unterschiedlichen Aktivitäten, seien es Arbeitsgemeinschaften oder Übungsgruppen, gehen nicht nur von Lehrern aus, sondern liegen ebenso in den Händen von Eltern, Schülern, Ehemaligen und externen Kräften.
Die differenzierte Förderung besonders leistungsfähiger und begabter Schüler ist schon lange ein zentrales Anliegen der Schule.
Seit dem Schuljahr 2000/01 gibt es Profilklassen, die mit Ende des letzten G9-Jahrgangs auslaufen. Um besonderen Begabungen weiterhin eine Plattform zu bieten, wurden ab dem Schuljahr 2006/07 sog. Neigungsklassen eingerichtet, die im naturwissenschaftlichen Bereich, englisch-bilingual sowie künstlerisch-musisch Schwerpunkte in den jeweiligen Klassen setzten. Die Evaluation dieser als Pilotprojekt angelegten Initiative hat uns veranlasst, die oben angeführten Profile in den Differenzierungsbereich zu integrieren und sie dort durch eine Ausweitung des Stundenvolumens zu schärfen.
Mit dem engagierten naturwissenschaftlichen Programm, welches das Gymnasium Frechen nicht nur im Wahlpflichtbereich realisiert, hat sich die Schule einem externen Zertifizierungsverfahren gestellt, und ist seit 2003 eine von 100 MINT-Schulen in Deutschland, die sich der besonderen Förderung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik widmen.
Die Enrichment–Angebote des 2001 gegründeten und der Schule angegliederten Leistungszentrums für Naturwissenschaften und Umweltfragen (LNU) stellen einen weiteren Baustein der individuellen, differenzierten Förderung dar.
Das seit einigen Jahren erfolgreich praktizierte Lions-Quest-Programm ist verpflichtendes Lernangebot und deckt während der Erprobungsstufe die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung und Soziales Lernen ab. Seit 1999 werden jährlich mehrere Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern ausgebildet.
Zwei ausgebildete Beratungslehrer/-innen stehen Schülerinnen und Schülern bei Erziehungs-, Persönlichkeits- und Schulproblemen, bei Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und zur Krisenintervention zur Verfügung.
Seit 1987 werden am Gymnasium Frechen Schülerbetriebspraktika durchgeführt, die in der Folge in ein umfassendes Konzept der Studien- und Berufswahlorientierung eingebunden sind. Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und den verschiedenen Hochschulen in der Region wurde im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut.
4.
Arbeitsgemeinschaften
im Ganztag
Durch
ein vielfältiges Angebot von Arbeitsgemeinschaften sollen Schüler die
Gelegenheit erhalten, zusätzliche
Themenfelder zu entdecken und Neigungen zu entfalten, aber auch neue soziale
Kontakte herzustellen.
Der
Ablauf einer AG soll sich deutlich von dem einer regulären
Unterrichtsstunde unterscheiden. Der Schwerpunkt liegt im
projektorientierten Arbeiten: Die Schülerinnen und Schüler sollen in kleinen
Gruppen Gelegenheit zum praktischen und eigenständigen Arbeiten haben.
Um dies zu gewährleisten soll die Stärke der AG-Gruppen im Durchschnitt bei 12 Teilnehmern liegen.
Die
Themen aus den Bereichen Musik, Sport,
Sprachen, Kunst, Tanz, Theater, Zirkus, Kochen, Technik, Schulgarten,
Stadtgeschichte, Sunworker mit Schülerfirma und Madagaskarprojekt,
Naturwissenschaften - aber auch Hobbies und Wettbewerbe - orientieren sich an
vielfältigen außerunterrichtlichen Aktivitäten, die es bereits jetzt schon an
unserer Schule gibt – es sind hier aber auch neue Angebote in Kooperation mit externen Partnern
vorgesehen.
Die
Ergebnisse der AGs werden an einem Projekttag am Ende des Halbjahres oder
einmal pro Schuljahr den Eltern und der Öffentlichkeit vorgeführt.
Wir sehen hier eine bedeutsame Möglichkeit, dass Schüler/innen mit Außenwirkung ein Projekt vorstellen können. Sie können etwas präsentieren, mit dem sie sich besonders identifizieren, und ihre Kompetenz in der Präsentation entwickeln. Das Feedback der Schulgemeinschaft wird sie positiv bestärken. Eine solche Veranstaltung bietet ebenfalls eine wichtige Gelegenheit, die informelle Kontakte zwischen Schülern, Eltern und Lehrern ermöglicht. Von den Eltern wird dies ausdrücklich gewünscht.
Im
Ganztagsbetrieb bekommen die Arbeitsgemeinschaften einen hohen Stellenwert. Sie
bieten den Schülern die Chance vielfältigerer Entwicklungs- und
Orientierungsmöglichkeiten als bisher. Die Teilnahme an einer
Arbeitsgemeinschaft wird für die Schüler/innen der Orientierungsstufe
verpflichtend.
Für
den Ganztagsbetrieb ist der Aufbau von etwa 10 neuen AG-Gruppen im ersten Jahr
erforderlich.
Eine
diesbezügliche Abfrage im Kollegium ist bereits mit positiver Resonanz erfolgt.
Hier kann auf vielfältige Erfahrungen aus dem vorhanden AG-Konzept
zurückgegriffen werden.
Bestehende
jahrgangsübergreifende AGs - z.B. der Schülerzirkus „Pimparello“ oder die
Gruppe der „Sunworker“ - bieten jeweils
eine Ganztagsgruppe für die ganz jungen Schüler der Stufe 5 an, bei der auch
ältere Schüler mithelfen können.
Ziel
ist es, ein vielfältiges Angebot an AGs für den Ganztagsbetrieb zu entwickeln,
das sich nahtlos an das bereits bestehende AG-Angebot anlehnt und dieses
erweitert.
Als
Zeitfenster für die Arbeitsgemeinschaften im Ganztagsbetrieb steht ein
Doppelstundenblock am Dienstagnachmittag im Stundenplanraster zur Verfügung;
auch der Freitagnachmittag ist möglich
5.
Individuelle
Förderung im Ganztag
Am Gymnasium Frechen gibt es eine gewachsene Struktur von Angeboten und Maßnahmen zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler, die in den gebundenen Ganztag integriert und ausgebaut werden soll.
Individuelle Förderung zielt darauf ab, die Potentiale jedes Schülers und jeder Schülerin wertzuschätzen und angemessene Möglichkeiten zur Entfaltung zu bieten. Es gilt, außergewöhnliche Fähigkeiten und besondere Neigungen und Talente zu erkennen und zu fördern. Individuelle Förderung nimmt alle Schüler/innen in den Blick, und wendet sich an die Leistungsschwachen genauso wie an die besonders Begabten und das Leistungsmittelfeld.
Die Lernprozesse werden so organisiert, dass selbstgesteuertes, eigenverantwortliches, handlungsorientiertes Lernen im Fachunterricht ermöglicht und gesichert wird. Im Rahmen des Ganztags sollen die bestehenden Ansätze des selbstständigen bzw. eigenverantwortlichen Lernens ausgebaut und weiterentwickelt werden.
Die Beratungslehrer unterstützen Fachlehrer/innen und Schüler/innen dabei, individuelle Lernprobleme zu erkennen und ihnen mit einer geeigneten Förderung zu begegnen.
Förderunterricht bei Lernschwierigkeiten
Für Schüler/innen mit Lernschwierigkeiten wird Förderunterricht in Kleingruppen eingerichtet, der je nach Jahrgangsstufe andere Akzente setzt: in der Jahrgangsstufe 5 sollen vorrangig Defizite in der Orthographie sowie im sprachlichen Ausdruck behoben werden; letzteres soll vor allem Kindern mit Migrationshintergrund helfen, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Die Förderung in Deutsch wird bis zum Ende der Jahrgangsstufe 7 fortgesetzt. In der Jahrgangsstufe 5 werden darüberhinaus Förderkurse in Mathematik eingerichtet, um Unterschiede aus den Grundschulen auszugleichen und allen Schüler/innen einen guten Start zu ermöglichen.
In der Jahrgangsstufe 6 wird der Fokus auf die Förderung in den Fremdsprachen (und Deutsch, s.o.) gelegt, mit dem Ziel, früh entstehende Defizite zu vermeiden, die die ganze weitere Schullaufbahn beeinträchtigen.
In der Jahrgangsstufe 7 wird Förderunterricht in allen schriftlichen Fächern eingerichtet.
Neben diesen Förderunterricht, der von Lehrkräften der Schule geleitet wird, tritt das Angebot „Schüler helfen Schülern“, in dem ältere Schüler/innen in sehr kleinen Gruppen bei Lernschwierigkeiten helfen. Die Koordination dieses Angebots wird durch die Schule vorgenommen.
Mit dem Eintritt in den gebundenen Ganztag und den dann umfangreicher zur Verfügung stehenden Ressourcen ist beabsichtigt, das Angebot an Fördermaßnahmen bei Defiziten auszuweiten.
Ferner soll daran gearbeitet werden, Instrumente bereitzustellen, mit denen Lernprobleme genauer diagnostiziert werden können, sowie Förderhilfen zu entwickeln, mit denen diesen gezielter begegnet werden kann.
Besondere Interessen und Begabungen
Die in der Stundentafel vorgesehenen Ergänzungsstunden werden überwiegend darauf verwendet, dass Schüler/innen besondere Interessen entdecken und ausprägen können. Gegenüber dem verpflichtend vorgegebenen Stundenrahmen werden in den Naturwissenschaften zwei weitere Stunden unterrichtet, um allen Schülern und besonders Schülerinnen Raum zu geben, sich für die Naturwissenschaften zu interessieren und zu begeistern. Dies geschieht auch im Kontext des MINT-Profils der Schule. Der Wahlpflichtbereich in den Jahrgangsstufen 8 und 9 ist im Stundenumfang auf 4 Stunden erweitert worden; hier können Schüler/innen aus einem breiten Spektrum, das unterschiedliche Begabungen und Interessen anspricht, ein besonderes Schwerpunktfach wählen. Es werden neben der dritten Fremdsprache bilinguale Modelle mit Englisch angeboten, Kombinations-kurse mit künstlerischem Schwerpunkt, fächerübergreifende Kurse aus dem Bereich der Naturwissenschaften sowie der Gesellschaftswissenschaften.
Daneben tritt eine breite Palette an Arbeitsgemeinschaften, spezielle Projekte für einzelne Jahrgangsstufen oder die Teilnahme an Wettbewerben, mit denen fördernde und fordernde Angebote für Schüler/innen bereitstehen. Schüler/innen können sich im musisch-künstlerischen Bereich, beim Theaterspiel, beim Sport, in ökologisch-naturwissenschaftlichen Feldern, im Bereich der Sprachen und bei politisch-wirtschaftlich orientierten Angeboten erproben und entfalten. Vielfach werden sie dabei zugleich aufgefordert, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Soziales Lernen ist daher immer auch Bestandteil der Entfaltung individueller Begabungen.
Die folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Angebote und Maßnahmen im Bereich der individuellen Förderung:
|
Ziel: Verantwortung übernehmen für sich und für andere |
||
|
Sozialkompetenz interkulturelle Kompetenz |
Lions Quest
(Jgst. 5, 6) Klassenpaten in der Erprobungsstufe erlebnispädagogische Programme auf Schulfahrten (Jgst. 5, Skifahrt in der Jgst.8) Streitschlichter-AG
Licht- und Ton-AG Englandfahrt Stufe 9 |
|
|
ökologisches und entwicklungs- politisches Engagement |
Sunworker-AG (jahrgangsstufenübergreifend) Madagascar-AG (jahrgangsstufenübergreifend) |
|
|
demokratische Partizipation |
SV-Arbeit |
|
|
Gesundheit |
Projekte zur Suchtprävention (Jgst. 7 – 9) Schulsanitätsdienst |
|
|
Berufsorientierung |
Potentialcheck (Jgst.9) Betriebspraktikum (Jgst.11) Schülerfirma Schulkleidung Schülerfirma der Sunworker |
|
|
individuelle Beratung durch ausgebildete Beratungslehrer/innen |
||
|
Ziel: Entdecken und Fördern besonderer Interessen
und Begabungen |
||
|
Erweiterter Stundenumfang (4 Ustd.) für den Wahlpflichtbereich in den Jahrgangsstufen 8 und 9 mit den Schwerpunkten - Fremdsprachen - Musik/Kunst, Fotografie - Naturwissenschaften (Biologie/Chemie, Physik/Informatik) - Gesellschaftswissenschaften (Pädagogik, Politik) |
||
|
Musisch-künstlerischer Bereich |
Theater-Projekt Chor Bläsergruppe (Jgst.5-6) Orchester |
|
|
Bewegung |
Sportkompaktwoche (Jgst.7) Basketball-AG, Volleyball-AG, Radwander-AG |
|
|
Sprache |
Lesenacht DELF-Sprachdiplome (AGs) Bundeswettbewerb Fremdsprachen |
|
|
Wirtschaft |
business@school (BCG), Jgst.11 |
|
|
Naturwissenschaften |
Wochenendworkshops und Ferienkurse im der Schule angegliederten Leistungszentrum für Naturwissenschaften und Umwelt (LNU), darunter ein spezielles Angebot für Mädchen (Robotik) erhöhtes Unterrichtsvolumen in Biologie und Physik Chemie-Wettbewerb (AG) Roboterwettbewerb |
|
|
Mathematik |
Känguru-Wettbewerb Mathematik-Olympiade |
|
|
Ziel: Aufarbeiten von Lernschwierigkeiten und
Leistungsrückständen |
||
|
In klassenübergreifenden Gruppen von ca. 15 Schülern, geleitet von Lehrkräften |
Jgst.5: Deutsch, Mathematik Jgst.6: Schwerpunkt Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Latein Jgst.7: Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein, Französisch |
|
|
In Kleingruppen einer Klasse unter Leitung eines Schülers/einer Schülerin der Jgst. 10 – 13 (Schüler helfen Schülern) |
||
6.
Zusammenarbeit
mit außerschulischen Partnern
Die
Schule verfügt über vielfältige Möglichkeiten, externe Partner für besondere
Maßnahmen einzubeziehen.
·
Das Gymnasium hat bisher in Kooperation
mit der Musikschule Bläser- und Streicher-AGs angeboten, deren Realisierung
unter den Bedingungen des Langtags mit Schwierigkeiten verbunden war. Nun wird
überlegt, im AG-Bereich diese Angebote zu verankern und zusätzlich z.B. um eine
Percussionsgruppe zu erweitern.
·
Mit dem Leistungszentrum für
Naturwissenschaften und Umweltfragen – LNU - steht dem Gymnasium Frechen als
MINT-EC Schule ein starker Partner zur Verfügung, der Projektkurse und
regelmäßige AGs zur Förderung junger Schülerinnen und Schüler einrichten kann.
Hier gilt es interessierte aber auch
besonders begabte Schülerinnen und Schüler bereits früh an aktuelle Themen aus
dem MINT-Bereich heranzuführen und zu begeistern.
·
Das
ZdI-Zentrum „LNU-Frechen Rhein-Erft“ mit dem Roberta-Regio-Zentrum
bietet Angebote von Roboterkursen speziell zur Förderung von Mädchen.
Über die Kooperationspartner des ZdI-Zentrums
bieten sich auch Möglichkeiten der Nutzung außerschulischer Standorte und
Lernorte in der Region.
·
Als MINT-EC Schule haben wir Zugriff
auf ein Netzwerk mit einem regelmäßigen Angebot von Schülercamps und weiteren
Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Altersgruppen.
·
Mit
der Boston Consulting Group besteht seit Jahren eine Partnerschaft.
Berater der BCG unterstützen unsere Schüler/innen bei der Entwicklung und
Präsentation von Beiträgen zur Teilnahme am Wettbewerb business@school.
·
Über das Programm "Kultur und
Schule" kommen regelmäßig Künstler und Theatermacher in unsere Schule, um
mit den Schüler/innen Projekte im Bereich Theater und Bildende Kunst
durchzuführen.
·
In Kooperation mit dem Amtsgericht
Bergheim wird regelmäßig Rechtskundeunterricht erteilt.
·
Eine Kooperation mit Sportvereinen ist
gewünscht.
7.
Zeitraster
des Ganztags
Effektives und nachhaltiges Lernen ist gekennzeichnet durch einen sinnvollen Wechsel von Phasen der Konzentration und der Entspannung, von Phasen der Instruktion und des Übens sowie von Phasen des gemeinsamen und individuellen Arbeitens. Die herkömmliche schnelle Abfolge verschiedener Fächer mit sehr unterschiedlichen Inhalten im 45-Minuten-Rhythmus kann diese Voraussetzungen nicht oder nur unzureichend erfüllen. Gerade an den Langtagen der G8-Klassen müssen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer z.T. auf bis zu 8 verschiedene Fächer einstellen. Als Folge des aufgrund der Langtage modifizierten Hausaufgabenerlasses sind Hausaufgaben, die der individuellen Übung und Vertiefung dienen, nur noch eingeschränkt möglich.
Die schulischen Gremien haben sich deshalb für ein neues Zeitraster entschieden, das den veränderten Bedingungen des Lernens und den Rahmenvorgaben von G8 Rechnung trägt. Der Unterricht soll vorwiegend in Doppelstunden erteilt werden. Doppelstunden ermöglichen im Unterricht mehr Methodenvielfalt, mehr Schüler- und Handlungsorientierung, erleichtern Maßnahmen der Binnendifferenzierung und bieten mehr Raum für soziales Lernen und kooperative Lernformen. Innerhalb der Doppelstunden bietet sich eine Strukturierung an, die einen Spannungsbogen aufbaut von der Erarbeitung neuer Inhalte, über deren Sicherung, Anwendung und Übung bis hin zur differenzierten individuellen Förderung. Außerdem kommt die Konzentration auf weniger Fächer oder Klassen Schülern und Lehrern zugute. Durch den Wegfall der 5-Minuten-Pausen zwischen zwei Einzelstunden und der Reduzierung der Fach-, Lehrer- und Raumwechsel ergibt sich insgesamt eine ruhigere und entspanntere Arbeitsatmosphäre.
Der Einbau einer 45-Minuten-Stunde an jedem Vormittag (5. Stunde) hat pädagogische und organisatorische Gründe. So ist es z.B. möglich, in den Fremdsprachen die Progression pro Tag geringer zu halten und das Hörverstehen durch den häufigeren Kontakt mit dem Lautbild besser zu entwickeln oder die 3-stündigen Fächer und Kurse besser zu integrieren. Außerdem kann nach fünf Unterrichtsstunden eine längere Pause eingelegt werden.
Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Notwendigkeit genügend vieler, nicht zu kurzer Pausen unumstritten. In der Regel wird nach 90 Minuten Unterricht eine etwa 15 – 20 minütige Pause empfohlen. Für den Ganztagsbetrieb am Gymnasium der Stadt Frechen planen wir daher nach je einer Doppelstunde (90 Minuten) Unterricht eine 25- bzw. 20 minütige Pause. Nach der 5. Stunde ist eine 60-minütige Mittagspause geplant, in der die Schülerinnen und Schüler ein warmes Mittagessen einnehmen oder von zu Hause mitgebrachtes Essen verzehren können. Mit Einverständnis der Eltern dürfen die Schülerinnen und Schüler die Mittagspause auch zu Hause verbringen. Des weiteren sei auf die unter 8. beschriebenen Möglichkeiten der aktiven Pause und der Entspannung verwiesen.
Für das Schuljahr 2011/12 ist folgendes Zeitraster vorgesehen::
Jahrgangsstufe 5 und 6 im Ganztag, d.h. Montag bis Donnerstag von 7.50 bis 14.50 Uhr, Freitag bis 12.20 Uhr;
Langtage:
Jahrgangsstufe 7: Mittwoch,
Jahrgangsstufe 8: Montag, Donnerstag,
Jahrgangsstufe 9: Montag, Mittwoch, Donnerstag
Ein Modellstundenplan
für die Stufe 5
könnte wie folgt aussehen:
|
Tag Zeit |
Mo |
Di |
Mi |
Do |
Fr |
|||
|
07:50
– 09:20 |
D |
SP |
M |
D |
E |
|||
|
|
Pause |
|||||||
|
09:45
– 11:15 |
Bi |
EK |
MU |
KU |
ER/KR |
|||
|
|
Pause |
|||||||
|
11:35
– 12:20 |
E |
M |
E |
M |
PK |
|||
|
12.20
– 13:20 |
Mittagspause / betreute
Mittagsfreizeit |
|||||||
|
13:20
– 14:50 |
PK |
Pflicht-AG |
Lions
Quest/ Klassenlehrer |
SP |
Wahl-AG |
|||
|
Fö D, M |
||||||||
|
15:00 – 16:00 |
Individuelle Lernzeit mit aktiver
Beratung (freiwillig) |
|||||||
|
|
Pflichtbereich 30 WoStd. für alle Schülerinnen und Schüler,
darin enthalten sind 2 Stunden
Lions-Quest bzw.
OS im
zweiwöchigen Wechsel
Zusätzlich
1 Förderstd. für Schüler/innen mit Lernschwierigkeiten in Deutsch und
Mathematik
|
|
Pflicht-AG 2 Wo-Std. für alle Schülerinnen und
Schüler
|
|
Wahlbereich individuelle Lernzeit mit aktiver Beratung durch Lehrkräfte
und/oder Schüler, Wahl-AG
Mit dem dargestellten Raster sind die Mindestvorgaben der KMK (7 Zeitstunden an mind. drei Tagen) erfüllt und gleichzeitig die Voraussetzungen gegeben, ein erweitertes attraktives Angebot bis 16:00 Uhr zu ermöglichen.
8.
Betreuung
in der Mittagspause und Hausaufgabenbetreuung
I.
Betreuung
in der Mittagspause
Die Schüler müssen in der Mittagspause die Möglichkeit haben, ein warmes Mittagsessen einzunehmen und sich zu entspannen. Die Pause muss zur Ruhe, zur Erholung, zur Bewegung und zur Kommunikation genutzt werden können.
Mit dem Mittagessen wollen wir erreichen, dass Schüler/innen die gemeinsame Mahlzeit als Gemeinschaftserlebnis schätzen lernen und dabei unterstützt werden, ihre Esskultur zu entwickeln.
Das in der Pause bereitgestellte Angebot muss berücksichtigen, dass sich die Bedürfnisse der Schüler/innen nach Alter und Geschlecht unterscheiden. Es müssen sowohl große Flächen für Ballspiele und andere Bewegungsformen bereit stehen, als auch davon räumlich und akustisch getrennt Bereiche, in denen in Ruhe gespielt, gelesen und Musik gehört werden kann. Auch werden Räume in der Schule benötigt, in denen sich Schüler/innen in kleinen Gruppen unterhalten können. Zudem muss sichergestellt werden, dass auch bei schlechter Witterung Flächen zur Bewegung bereit stehen. Zentrale Punkte sind daher die Ausweitung der bestehenden Bewegungsmöglich-keiten, aber auch die Schaffung von Rückzugs-und Ruhezonen. („Chillraum“)
Es wird erwogen, für die Betreuung in der Mittagspause weiterhin mit externen Partnern zusammen zu arbeiten und zu diesem Zweck einen Teil des Stellenzuschlags für die gebundenen Ganztagsschulen zu kapitalisieren.
Die Schule erwägt auch, Oberstufenschüler/innen so auszubilden, dass sie als Betreuer in der Mittagspause, speziell bei Bewegungsangeboten (Sporthelfer) tätig werden können . Ihr Einsatz wird auf dem Zeugnis oder in einem Sozialportfolio gewürdigt.
II. Hausaufgabenbetreuung
Schüler/innen können die Hausaufgaben nach 15 Uhr zu Hause erledigen. Fakultativ wird aber auch eine Betreuung der Hausaufgaben angeboten, die es Schüler/innen ermöglicht, diese Hausaufgaben selbstständig mit aktiver Beratung durch Lehrer/innen und ältere Schüler/innen zwischen 15 und 16 Uhr in der Schule zu erledigen.
Ein weiteres Angebot zur Lernunterstützung und Aufarbeitung
vorhandener Defizite in den schriftlichen Fächern stellt die Einrichtung einer
Nachhilfebörse für Schüler/innen der Klassen 5 bis 10 dar. Die Tutoren sind
ausgewählte Schüler der Klasse 10 und der Oberstufe. Die Höhe der Bezahlung
richtet sich nach der Jahrgangsstufe und der Art der Nachhilfestunde
(Einzel-oder Gruppenunterricht); sie wird von den Eltern übernommen.
9.
Räumliche
Voraussetzungen für das Ganztagsgymnasium in gebundener Form
Um solch ein Ganztagskonzept umsetzen zu können, bedarf es umfassender räumlicher und organisatorischer Voraussetzungen. Dies betrifft vor allem Räume, die in der klassischen Halbtagsschule, für die unser Schulgebäude errichtet wurde, mit ihrer Fokussierung auf den Fachunterricht nicht oder nur unzureichend vorhanden sind. Dabei erwarten wir, dass die Umstrukturierung des Gebäudes für den Ganztag positive Impulse für den Fachunterricht geben wird. Es wird mehr Möglichkeiten geben, selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten einzelner Schüler oder von Gruppen in den Unterricht einzubeziehen.
Klassen-/Fachräume:
Für das laufende Schuljahr sind die Sanierung sowie der Umbau der naturwissenschaftlichen Räume vorgesehen. In der Folge werden der Schule drei Räume im Bereich Kunst/Musik, ein naturwissenschaftlicher Fachraum sowie zwei weitere Unterrichtsräume fehlen. (vgl. Schulentwicklungsplan der Stadt Frechen).
Mediothek und Schülerbücherei:
Das Gymnasium Frechen verfügt über eine hervorragend ausgestattete Bibliothek, die mit der Stadtbücherei Frechen gekoppelt ist. Sie bietet 10 Computerarbeitsplätze. Sie bietet ein anregendes und ästhetisch ansprechendes Lernumfeld, das als Raum für eigenverantwortliches Arbeiten genutzt werden kann. Die Mediothek wird derzeit ehrenamtlich von Eltern und ehemaligen Kollegen betreut und ist daher nur zeitlich begrenzt geöffnet. Mit dem Stellenzuschlag des Ganztags könnte hier eine professionelle Betreuung eingerichtet werden, die es ermöglicht, die Mediothek während eines längeren Zeittraums den Schülern zur Verfügung zu stellen, vor allem auch für die Phasen des selbstständigen Arbeitens am Nachmittag nach 15.00 Uhr. Die in einem anderen Raum beheimatete Schülerbücherei könnte auch in der Mittagspause und am Nachmittag geöffnet sein, so dass hier ein ruhiger Rückzugsraum geboten werden könnte.
Cafeteria und Mensa:
Die Schule verfügt über eine Cafeteria mit Snackverkauf, in der etwa 40 Schüler/innen Platz finden. Sie wird bislang vom Hausmeisterehepaar betrieben. Ein Mittagessen wird den Schüler/innen zur Zeit provisorisch in der benachbarten Schützenhalle angeboten. Dort finden nur zwei Drittel eines Jahrgangs Platz, so dass in Schichten gegessen werden muss, und die Mittagspause nicht für alle Schüler in der gleichen Stunde stattfinden kann. Diese Lösung ist nur solange praktikabel, wie maximal 2 Jahrgangsstufen am gleichen Tag Langtag haben. Mit dem Einstieg in den gebundenen Ganztag werden wir ab dem Schuljahr 2010/11 drei Jahrgänge pro Tag in der Mittagspause haben, ab dem Schuljahr 2011/12 vier und ab 2012/13 alle fünf Jahrgänge der Sekundarstufe. Es ist daher dringend geboten, eine Mensa zu errichten, die Platz für alle Jahrgangsstufen bietet.
Räume für Betreuung:
Eine Turnhalle (TU4) kann für Bewegungsangebote (Spiele) in der Mittagspause frei gehalten und entsprechend ausgestattet werden, eine andere (TU5) für Tanz.
Zur Zeit werden als Aufenthaltsraum für ruhigere Spiele, für Gespräche oder zum Ausruhen provisorisch Kellerräume genutzt, die den Vorschriften bezüglich Raumhöhe, Licht und Heizung nicht entsprechen. Hier muss noch ein weiteres Raumangebot geschaffen werden (vgl. Vorgaben für Ganztagsschulen).
Schulgelände:
Das Schulgelände muss für die erweiterten Bedürfnisse im Ganztag umgestaltet werden. Benötigt werden mehr Möglichkeiten zur Bewegung und zum Aufenthalt. Es wäre möglich, den oberen Fahrradabstellplatz zum Fußballplatz umzuwidmen.
Zur Ausstattung der Räume und des Außenbereichs für den Ganztag sind IZBB-Mittel für die Anschaffung von Spielgeräten für den Innen- und Außenbereich beantragt, z.B. Fußballkicker, Billardtische, Airhockey, Kletterwand, Sitztischkombinationen.
Lehrerarbeitsplätze:
Das Lehrerzimmer ist für mittlerweile 80 unterrichtende Kollegen zu eng geworden, und es ist nicht möglich, dort in Ruhe zu arbeiten. Die angrenzende Lehrerbibliothek bietet etwa 10 Kollegen die Möglichkeit, Unterricht vor- oder nachzubereiten. Es fehlen allerdings PCs. Es gibt über das Schulgelände verteilt 3 kleine Räume, die für Gespräche mit Eltern, Schülern oder Nachbesprechungen von Referendaren genutzt werden. Hier könnten jeweils 2 Kollegen arbeiten, wenn die Räume nicht für Gespräche genutzt werden. Mit den sich verändernden Präsenzzeiten der Lehrer/innen wird der Bedarf an geeigneten und angemessen ausgestatteten Lehrerarbeitsplätzen steigen.
10.
Evaluation
und Entwicklung des Ganztagskonzepts
Das hier vorgestellte Konzept sieht eine konkrete Planung für die kommende 5. Jahrgangsstufe vor. Die Struktur des Ganztags und die sie prägenden pädagogischen Grundvorstellungen müssen im Hinblick auf die Erfahrungen der beteiligten Schüler, Eltern und Lehrer sorgfältig evaluiert werden. Wir planen für den Beginn des zweiten Schulhalbjahrs 2010/11, unser Konzept mit den Erfahrungen abzugleichen und in Anbetracht der dann vorhandenen Ressourcen in die konkrete Ausgestaltung der folgenden Jahrgangsstufe einzutreten sowie gegebenenfalls Änderungen für die Jahrgangsstufe 5 vorzunehmen. Wir verstehen den Eintritt in die gebundene Ganztagsschule als einen Prozess, in dem das Konzept ständig an sich ändernde Rahmenbedingungen und die Vorstellungen und Bedürfnisse der Beteiligten angepasst werden muss.