Projekttage der 10. Jahrgangsstufe  im Fach „Praktische Philosophie“ zum Thema Weltreligionen 24.11.2009 – 27.11.2009)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch einer Moschee

 

Wir, der praktische Philosophiekurs aus der zehnten Stufe des Gymnasium Frechens, besuchten am 24.November 2009 die türkische Moschee der Stadt Hürth.

Es empfingen uns drei ältere Männer, welche sich als unsere Ansprechpartner für den Ausflug vorstellten. Einer der Männer, Leiter vieler Moscheen in Deutschland, führte uns, nachdem wir unsere Schuhe ausgezogen hatten, in die Gebetshalle. Seinen jüngeren Kollegen stellte er uns als "Mulla" bzw. "Imam" vor, welcher die gleiche Rolle spielt wie ein Priester in einer Kirche. Jedoch gibt es pro Moschee nur einen Imam.

Zuerst erklärte er uns die grundlegenden Dinge einer Moschee, wie z.B. den Gebäudeaufbau oder die Aufgaben des Imams.

Im Gegensatz zu den Türmen der christlichen Kirchen, haben die Moscheen zwei Minarette. Innerhalb der Moschee sind Frauen und Märmer in getrennten Ebenen, die Männer beten unten und die Frauen oben, damit es nicht zu gegenseitiger Ablenkung durch das andere Geschlecht kommt.

Zur praktischen Darstellung trug der Imam uns, mit einem gold-weißen Gewandt und einem Hut bekleidet, ein Gebet durch das Mikrofon vor. Es klang wie ein heiliger Gesang.

Dieser Gesang, so erklärte er uns, gehört zum alltäglichen Gebet der Muslime.

Im Weiteren stellten sie uns die Glaubensgrundlagen des Islams vor. Das Beten hat in dieser Religion einen sehr hohen Stellenwert. Die Gläubigen beten fünfmal am Tag, nachdem sie sich gesäubet1 haben. Falls der Fall eintritt, dass jemand niesen muss, ist er verpflichtet sich neu zu waschen. Die Haltung und Richtung während des Gebets sieht so aus, dass der ganze Körper nach Mekka zeigt, weil dort der heilige Stein Gottes, namens   „Kaab“, liegt.

Am Ende der Führung, besprachen wir bei heißem Tee und Plätzchen, noch offene Fragen. Zusammen fassend fanden wir den Ausflug zwar informativ, jedoch hatten die Führer eine schlechte Einstellung, da sie das Publikum nicht miteinbezogen und auf Fragen wie: -Ist Homosexualität im Islam schlimm?- nicht konkret antworteten.

Trotz der Freundlichkeit, zeigten sie sich gegenüber anderen Religionen sehr verschlossen. Sie wollten viele Fragen nicht beantworten und wirkten verärgert über Fragen der Jugendlichen. Es wirkte als wollte der Führer die Führung so schnell wie möglich hinter sich bringen. Gefehlt hat uns eine nähere Einführung in die Entstehung und die Geschichte des Islams.

Sohal Zaheby, Alina Friemel, Carolin Gruber, Charlotte Beusch

 

 

Das Judentum - eine interessante Weltreligion

 

Am 25.11.2009 besuchte unser Philosophiekurs die älteste, berühmteste jüdische Synagoge nördlich der Alpen.

Der Tag begann gegen 10 Uhr und endete um 11:30 in der Roonstraße in Köln.

Von außen ähnelte die Synagoge leicht einer Kirche doch von innen sah alles ganz anders aus.

Es hingen keine Bilder an den Wänden, denn im Judentum gibt es keine Vorstellung von Gott.

Die Synagoge wurde am 22. März 1899 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Synagoge wieder aufgebaut, denn von ihr ist am meisten erhalten geblieben.

Im Untergeschoss gab es ein Museum, auf der ersten Etage war ein Gebetssaal. Die Synagoge besitzt außerdem ein Jugendzentrum.

Im Gegensatz zu anderen Religionen zieht der Mann aus Respekt eine Kopfbedeckung auf. Die Frauen tragen lange Röcke und wenn sie verheiratet sind, bedecken sie ihre Haare, denn das ist das wertvollste was eine Frau hat.

Im Judentum gibt es keine Bibel sondern eine Tora, diese ist auf Hebräisch und enthält die 5 Bücher Moses.

Als wir die Synagoge betraten, kamen wir erst in die Empfangshalle, später gingen wir in den Gebetsaal, dort erklärte uns Israel Meiler etwas über das Judentum und beantwortete unsere Fragen.

Wir besichtigten auch das hauseigene Museum.

Uns persönlich hat der Besuch in der Synagoge sehr gut gefallen, er war sehr unterhaltsam, lebendig und informativ.

Lena L., Anna H., Alev C., Yvonne H., Carina B., Denis G., Barbaros Y., Bunlean L.

 

 

 

 

Der Buddhistische Tempel

 

Am Donnerstag, den 26.November 2009 sind wir mit unserem Philosophiekurs in einen Buddhistischen Tempel nach Düsseldorf gefahren.

Als wir ankamen sahen wir erstmal einen japanischen Kindergarten, der auch zum Haus der japanischen Kultur gehört.

Besonders auffällig waren die exakte Architektur und der traditionell japanisch angelegte Garten.

Nach kurzer Wartezeit empfing uns ein Mitarbeiter des Hauses, der uns in die japanische Kultur eingeführt hat

Zu Beginn gingen wir in ein original japanisches Häuschen.

Japanische Häuser werden hauptsächlich aus Holz erbaut und müssen daher alle 50 Jahre erneuert werden.

Wieso aus Holz? Weil Japan eine Vulkaninsel ist, gibt es viele Erdbeben, da Holz aber Holz ein leichtes Material ist, wackelt es nur mit und bleibt somit lange erhalten.

Als nächstes sind wir in den Garten gegangen. Dieser spiegelt den Buddhismus, durch die Unebenheiten. Im Norden vom Garten steht immer der Tempel und unter der Brücke "fließt" ein steinerner Fluss. Steine symbolisieren das Wasser.

Es gibt zwei wichtige Symbole im Buddhismus:

Die Lotusblume:

Diese symbolisiert die Erlösung, das Paradies. eine Lotusblume wächst durch den Schlamm nach oben, sobald sie die Oberfläche erreicht hat, blüht sie weiß auf und wird nie mehr dreckig, da sie mit einer Wachsschicht beschichtet ist.

Der Pfau ist das zweite bedeutsame Symbol der buddhistischen Religion.

Er steht für das Ende des Hasses. Das vermeintlich wichtigste Symbol für den Buddhismus sei der dicke, glatzköpfige, sitzende Buddha, doch diese Vorstellung von den meisten ist falsch. Buddha, wie wir ihn im Tempel gesehen haben, war groß, schlank, mit nach hisnten gebundenen, lockigen, schwarzen Haaren. Er saß auch nicht, sondern stand auf einer Lotusblume. Der freundliche Mitarbeiter, selber Buddhist, des japanischen Hauses der Kultur, hat uns alle Fragen, die wir hatten, beantwortet.

Jetzt wissen wir nicht nur mehr über den Buddhismus, sondern auch über die japanische Kultur.

Jetzt wissen wir, dass der Buddha nicht dick ist, wie er immer dargestellt wird und auch, dass nicht alle Buddhisten meditieren.

Außerdem gäbe es viele Gemeinsamkeiten zu dem Christentum, was uns allen neu war.

Was uns noch interessiert hätte, wäre, wie die Position der Frau im Buddhismus aussieht, und ob es Feiertage gibt.

Im Großen und Ganzen war es ein gelungener Ausflug, den wir nur empfehlen können.

 

Von: Patrycja,Esra,Berivan,Julie und Julia; Jahrgangsstufe 10