Stolz
trotz schmerzender Füße
Seit kurz nach drei Uhr sind wir unterwegs mit der Bahn
durch die Kölner Innenstadt zum Neven DuMont Haus in der Amsterdamerstraße.
Es ist unerträglich warm und auch das offene Fenster im Abteil macht die Hitze
nicht erträglicher. Um 20 vor 5 sind wir dann alle endlich, aber ziemlich
verschwitzt angekommen und auch die anderen Preisträger finden sich langsam
in der Empfangshalle ein. Die Aufregung steigt, je voller es in der Halle
wird. Zuerst eine kleine Keks-Stärkung und dann kann die Preisverleihung beginnen.
Die Gewinner sitzen unruhig auf ihren Plätzen und warten darauf, dass sie
von den Moderatoren aufgerufen werden, um auf die Bühne zu kommen und ihren
Preis in Empfang zu nehmen. Dann ist es endlich so weit. Als Sieger
des
Rhein-Erft-Kreises werden unsere Namen genannt und mehr oder weniger ruhig
steuern wir die Bühne an. Das Scheinwerferlicht blendet uns. Doch trotzdem
bemerken wir die neugierigen Blicke der anderen Schüler, während
wir ein paar Fragen zu unserem Artikel über Oliver Steller beantworten.
Während die Kameras blitzen, nehmen wir unsere Urkunde und
den Preis, bestehend aus einem zweiwöchigen Praktikum in der Online-Redaktion
des Kölner-Stadt-Anzeigers, einer Digitalkamera, einem Aufnahmegerät und einer
Software für junge Blattmacher, entgegen.
Als die Preisverleihung zu Ende ist, geht es in einer lockereren
Atmosphäre dann weiter mit einer Führung durch den Druckbereich des Kölner-Stadt-Anzeigers.
Von A-Z wird uns gezeigt, wie eine Zeitung entsteht und
gedruckt wird, wer was zu tun hat und wie was passiert.
Mit schmerzenden Füßen vom Laufen und Stehen kommen wir
alle
(niemand ist zwischen die Maschinen gekommen!) nach einer
guten Stunde wieder in der Empfangshalle zusammen an.
Etwas müde, aber doch sehr zufrieden machen wir uns wieder
auf den Weg in die Bahn in Richtung Frechen.
Erschöpft lassen wir uns auf die übrigen noch freien Sitzplätze
fallen und eine Diskussion über den heutigen ereignisreichen Tag bricht aus.
In Frechen angekommen geht jeder seinen Weg nach Hause,
doch so schnell wird keiner diesen Tag vergessen.
Julia Weiden & Ricarda v. Kleist-Retzow,
Klasse 9d